Während die Teams HC Davos, Genf/Servette, Gottéron und ZSC Lions in den Play-off-Halbfinals um den Meistertitel kämpfen, hat der SC Bern, nach seinem Ausscheiden aus den Play-offs, mit einer umfangreichen Umstrukturierung begonnen. Berichten zufolge wird ein bekanntes Trio den Verein verlassen müssen. Am Mittwoch stehen die Halbfinalduelle in Davos zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions sowie in Freiburg zwischen Gottéron und Genf/Servette an. Der SC Bern, der seit seinem letzten Titelgewinn im Jahr 2019 nicht mehr auf dem Podest stand, befindet sich aktuell in einer Phase des Umbruchs. Nach einem enttäuschenden Aus gegen die Rapperswil-Jona Lakers während des Play-Ins entschuldigte sich der Klub bei den Fans: „Das Ausscheiden war in dieser Form unerträglich und entsprach nicht unseren eigenen Erwartungen. Wir haben in Leistung, Auftreten und Konsequenz versagt.“ Es gibt zahlreiche Herausforderungen beim SC Bern, die neben dem EV Zug als einziger Klub keinen neuen Cheftrainer für die nächste Saison bestätigt hat. Noch bevor der neue Trainer vorgestellt wird, scheinen drastische Maßnahmen im Gange zu sein. Quellen bestätigen, dass Ramon Untersander, der seit zehn Jahren den SCB prägt und 2024 zum Kapitän ernannt wurde, mitgeteilt bekommen hat, sich einen neuen Klub suchen zu können. Sein Vertrag war erst vor Kurzem bis 2028 verlängert worden, um das Gehalt von knapp 600.000 Franken zu senken. Obwohl Untersander in den letzten Jahren sichtlich älter wurde und seine besten Leistungen nicht mehr erreichte, zählte er als Drittplatzierter der Verteidiger mit der meisten Eiszeit hinter Romain Loeffel und Hardy Häman. Er war ein Schützling des zurücktretenden Klubchefs Marc Lüthi; die Abgänge beider stehen in direktem Zusammenhang. Untersander ist jedoch nicht das einzige Mitglied, das vom Management abgelehnt wurde. Berichten zufolge werden sich der SCB auch von Joël Vermin und Hardy Häman trennen. Beide haben Verträge bis 2027; Vermin, ein ehemaliger Nationalspieler, war 2022 zurückgeholt worden, konnte aber nicht überzeugen. Er gehört zu den Spitzenverdienern mit einem Gehalt von knapp 550.000 Franken. Diese Trennungen sind noch nicht offiziell bestätigt. Der scheidende CEO Lüthi äußerte sich am Mittwochabend nicht zur Zukunft des Klubs, und Sportdirektor Martin Plüss war für die NZZ nicht erreichbar. Auf den ersten Blick ist unklar, wie diese Vertragslösungen dem SCB kurzfristig zugutekommen sollen – sie sind mit hohen Kosten verbunden. In Bern steht ein ereignisreicher Donnerstag bevor.