Im Jahr 2025 zog die Schweiz 3000 vermögende Zuwanderer an, und für dieses Jahr wird erwartet, dass ihre Anzahl noch steigen wird. Die Schweiz hat den Ruf als bevorzugtes Ziel für Reiche, was durch neue Daten der britischen Beratungsfirma Henley & Partners bestätigt wurde. Diese Daten zeigen, dass im Vorjahr monatlich 250 Millionäre in das Land kamen und diese Tendenz weiter zunehmen soll.
Die Schweiz befindet sich damit auf dem vierten Platz hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten (9800), den USA (7500) und Italien (3600). Zu den wohlhabenden Neuankömmlingen zählt auch Lapo Elkann, ein Millionenerbe. Er begründete seinen Umzug mit der komplizierten Ära geprägt von Unsicherheit. Die Schweiz sei neutral und symbolisiere Sicherheit sowie Lebensqualität, so Elkann.
Sicherheit und Stabilität sind für viele reiche Menschen entscheidende Kriterien. In unsicheren geopolitischen Zeiten rücken Standortvorteile wie jene der Schweiz stärker in den Fokus, erklärt Martin Hess von der Bankiervereinigung. Rechtsstaatlichkeit, Eigentumsschutz und Planungssicherheit seien dabei zentrale Aspekte.
Reiche Personen sind sehr empfindlich gegenüber Risiken und können ihren Wohnsitz schnell ändern. Henley & Partners prognostiziert für 2026 einen Anstieg von umgerechnet 165’000 Reichen, die in andere Länder ziehen – ein Plus von 15 Prozent.
Die Schweiz könnte sich aufgrund der andauernden Stabilität als bevorzugtes Ziel erweisen. Im Gegensatz dazu sind Destinationen wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, das im Jahr 2025 rund 2400 Millionäre anzog, durch Kriegseinwirkungen in ihrer Sicherheit beeinträchtigt.
Ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz ist der Verbleib des Status quo bezüglich Erbschaftssteuern. Die Ende 2025 abgelehnte Initiative der Juso bestätigte dies, woraufhin die britische «Financial Times» feststellte, dass Reiche hier nicht das Feindbild darstellen, wie es in vielen anderen Ländern der Fall ist.