Die Schweizer Nationalmannschaft im Eishockey hat ihr letztes Testspiel vor der Heim-WM gegen Tschechien mit einem klaren Sieg von 6:1 abgeschlossen. Dieses Match fand sechs Tage vor dem Turnierbeginn in Ängelholm, einer südschwedischen Kleinstadt, statt und lockte 1600 Zuschauer an. Die Wahl des Austragungsorts wirft Fragen auf, da die Schweiz nicht im Heimpublikum spielte. Diskussionen um das Nationalmannschaftsprogramm sind im Gange, insbesondere wegen der vielen internationalen Testspiele, die den Spielbetrieb in der National League unterbrechen. Im Rahmen dieser Vorbereitung absolvierte die Schweiz bereits zehn Spiele, darunter das letzte gegen Tschechien – ein Vorbereitungsduell für die WM-Revanche gegen die USA. Der Testlauf war Teil der Euro Hockey Tour, an welcher die Schweiz nach jahrelangen Bemühungen und dem Ausschluss Russlands teilnahm. Russland bleibt von der WM ausgeschlossen, ähnlich wie Weissrussland, dessen Rückkehr nun durch eine Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees diskutiert wird. Dies könnte für die WM 2027 in Deutschland einen Aufsteiger ausschließen und politische Spannungen mit sich bringen. Die Euro Hockey Tour bleibt ein lukratives Projekt mit soliden TV-Verträgen, weswegen ein Schweizer Ausstieg kaum infrage kommt. Der Vertrag läuft bis 2027, und eine Verlängerung ist wahrscheinlich, selbst wenn Russland zurückkehren sollte. Trotz Diskussionen über zu viele Nationalmannschaftstermine konnte die Schweiz am Sonntag einen bedeutenden Sieg verbuchen. Im Fokus stehen nun finale Personalentscheidungen: drei Torhüter und 22 Feldspieler können gemeldet werden, um Flexibilität bei Verletzungen zu gewährleisten. Das Kader der Schweizer Mannschaft umfasst sechs NHL-Profis, darunter Roman Josi und Nico Hischier. Philipp Kurashev könnte sich als siebter Akteur dazugesellen, sofern seine medizinischen Abklärungen zufriedenstellend ausfallen. Die Rückkehr von Sven Andrighetto, der nach einer Gehirnerschütterung wieder spielberechtigt ist und in Ängelholm ein Tor erzielte, stellt einen weiteren wichtigen Faktor dar. Sein Comeback wird als positiver Schritt betrachtet, was die Hoffnungen für das Turnier steigert.