Philippe Germanier und sein Sohn Charles (15) erlitten schwere Verletzungen bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana. Drei Monate danach kämpfen sie mit den Folgen, während viele andere Schwerverletzte gerade erst ihren langen Weg der Heilung beginnen.
Philippe Germanier zog sich die Verletzungen zu, als er versuchte sicherzustellen, dass sein Sohn Charles einen unbeschwerten Abend im Constellation verbrachte. Erst beim Ausbruch des Feuers wurde das Unheil offensichtlich. Im Gespräch mit dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS schilderte er die Schwierigkeiten seines Alltags.
Germanier erlitt schwere Verbrennungen an Kopf, Rücken und Händen, was umfangreiche Hauttransplantationen und eine intensive Rehabilitation erforderlich machte. Heute ist er nicht mehr hospitalisiert, muss jedoch täglich zur Schmerzbehandlung ins Spital.
Er beschrieb in der Sendung «19h30»: “Ich habe den ganzen Tag ständige Schmerzen. Ich nehme Schmerzmittel und Entzündungshemmer, aber sie lindern die Schmerzen nicht immer.” Die Pflegerin erklärte, dass momentan daran gearbeitet wird, Beweglichkeit und Dehnbarkeit der Haut wiederherzustellen.
Germanier absolviert motorische Übungen, um seine Hände vollständig funktionsfähig zu machen. Dabei lernt er mit unterschiedlich großen Objekten richtig zu greifen. Er berichtete: “Momentan habe ich noch Schwierigkeiten, meinen kleinen Finger zu nutzen. Er ist blockiert.” Seine größte Herausforderung sei die Notwendigkeit, jeden Tag von vorne anzufangen.
Philippe Germaniers Sohn Charles hat es jedoch noch schwerer erwischt: “Mein Sohn hat acht Finger verloren”, sagte der Vater in einem traurigen Moment im «19h30»-Beitrag. Er fügte hinzu, dass Charles den Traum eines Chirurgen war, ein Ziel, das nun zerstört sei.
Drei Monate nach dem Brand ist Charles weiterhin in einem Lausanner Spital untergebracht. Seine Familie besucht ihn täglich. Sein Bruder Harry erklärte: “Wir versuchen so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. Es gibt viele Dinge, die er nicht mehr machen kann. Aber wir werden ihm beistehen und das Beste geben.”