Die Sports Awards, die ursprünglich für den 4. Januar geplant waren und wegen der Ereignisse in Crans-Montana verschoben wurden, fanden am Sonntagabend schließlich in den SRF-Studios im Leutschenbach statt. Hier ist ein Überblick über die Gewinnerinnen und Gewinner:
Ditaji Kambundji erlebte ihren Triumph im September letzten Jahres als sie bei der Weltmeisterschaft in Tokio Gold im 100-m-Hürdenlauf gewann. Dies war für eine Schweizerin an Freiluft-Titelkämpfen ein Novum. Davor sicherte sie sich bereits Gold über 60 m Hürden bei der Hallen-EM in Apeldoorn und Silber bei der Hallen-WM in Nanjing. Mit 44,2 Prozent der Stimmen gewann sie die Auszeichnung deutlich vor Skifahrerin Camille Rast (16,3) und Radfahrerin Marlen Reusser (14,1). Kambundji dankte ihrem Team und ihrer Familie, besonders ihren Schwestern, die sie als «grosse Inspiration» bezeichnete.
Marco Odermatt setzte seine beeindruckende Serie fort und wurde zum 5. Mal in Folge zum Sportler des Jahres ernannt. Mit 32,2 Prozent der Stimmen überzeugte er vor Noè Ponti (21,7) und Franjo von Allmen (17,2). Odermatt gewann den Gesamtweltcup zum vierten Mal in Serie und holte zudem drei kleine Kristallkugeln sowie die Weltmeisterschaft im Riesenslalom. «Ich empfinde grosse Dankbarkeit für die Unterstützung», äusserte er, und lobte das Engagement der Schweizer Sportgemeinschaft.
Catherine Debrunner zeigte mit fünf Goldmedaillen bei den Paralympics 2024 in Paris herausragende Leistungen. Ihre Erfolge bestätigten sich durch fünf Weltmeistertitel in Neu-Delhi, wodurch sie erneut als Paralympische Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Aus dem Trainingslager gratulierte Debrunner und betonte ihre Dankbarkeit für die erfolgreiche Saison.
Géraldine Reuteler, das Gesicht der Heim-EM, gewann den Titel «MVP des Jahres» als erste Frau im Schweizer Teamsport. Sie wurde in allen Gruppenspielen von der Uefa zur «Spielerin des Spiels» gekürt. «Ich will der ganzen Schweiz danken», sagte Reuteler über die magischen Momente.
Die Eishockey-Nationalmannschaft errang zum zweiten Mal Silber an der WM in Stockholm, verlor jedoch den Final gegen die USA nach Verlängerung mit 0:1. Der ausgeprägte Teamgeist des Teams wurde hervorgehoben und sie setzten sich gegen das Frauen-Fussballnationalteam sowie Loïc Meillard/Franjo von Allmen durch.
Patrick Fischer erhielt zum dritten Mal die Auszeichnung als Trainer des Jahres, nachdem er mit dem Eishockey-Team WM-Silber gewann. «Der Preis gehört dem gesamten Team», sagte der 50-Jährige und erwähnte seine bevorstehenden Rücktrittspläne zur Heim-WM 2026.
Debora Annen, die sich in der letzten Saison im internationalen Bob etablierte und U23-Weltmeisterin wurde, erhielt den Titel «SRF 3 Best Talent Sport» und setzte sich gegen April Fohouo und Henry Bernet durch. Sie wurde am Flughafen mit einem Überraschungscheck geehrt. Ihr Ziel sind die Olympischen Spiele 2030.
Nino Schurter, der seine Karriere beendet hatte, wurde für seine Leistungen im Mountainbike geehrt und als erfolgreichster Fahrer in die Schweizer Sportgeschichte eingegangen.
SRF 1, Sports Awards, 29.03.2026, 20:05 Uhr