In der Luzerner Innenstadt soll eine Brücke entstehen, die gleich mehrere Probleme lösen wird. Der Stadtrat beantragt für den ersten Planungsschritt einen Kredit von 1,75 Millionen Franken.
Der neue Bau über dem Gleisfeld soll die Freigleistrasse mit der Fruttstrasse verbinden und zusätzlich große Rohre für den Ausbau der Fernwärme tragen. Dieses Vorhaben ist Teil der Klima- und Energiestrategie, die bis 2040 auf erneuerbare Energien setzt. Da die vorhandenen Brücken nicht ausreichen, ist eine neue Konstruktion notwendig.
Im Jahr 2021 arbeitete Luzern einen Gegenvorschlag zur Initiative “Luzerner Velonetz jetzt!” aus und entwickelte dabei auch Pläne für eine Fuss- und Velobrücke. Diese soll die bestehenden Radwege mit der östlichen Bahnhofsseite verbinden, wo aktuell Lücken im Netz bestehen.
Die geplante Brücke könnte diese Lücken schließen und gleichzeitig den Ausbau des Fernwärmenetzes unterstützen, indem sie eine Verbindung zu den Energiezentralen Kleinmatt und Bruch herstellt. Das Projekt umfasst eine spannungsvolle Konstruktion von 61 Metern ohne Stützpfeiler, um den zukünftigen Durchgangsbahnhof Luzern nicht zu behindern.
Der Antrag sieht vor, verschiedene Aspekte wie Ökologie und Verkehrstechnik in einem Projektwettbewerb zu berücksichtigen. Dafür beantragt die Stadt 550’000 Franken, wobei der Wettbewerb bis spätestens 2027 entschieden sein soll. Die detaillierte Planung soll zwischen 2026 und 2029 erfolgen und etwa 1,2 Millionen Franken kosten.
Die Bauarbeiten könnten 2031 beginnen, mit einer Fertigstellung im Jahr 2031 oder 2032. Insgesamt wird das Projekt auf rund acht Millionen Franken veranschlagt. Die Stadtluzerner Regierung hofft nun auf die Zustimmung des Grossen Stadtrats zum ersten Kredit von 1,75 Millionen Franken.