Die schulischen Einrichtungen in Luzern werden mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2025/26 wieder voller. Laut den neuesten Zahlen der Statistikstelle Lustat wächst die Schülerzahl insbesondere an Primarschulen, auf Sekundarstufe I und bei nachobligatorischen Ausbildungen stetig. Interessanterweise zeigt sich hier eine zunehmende Vielfalt an Erstsprachen, die über das Deutsche hinausgehen.
In der Sekundarstufe II, die unmittelbar auf die obligatorische Schulzeit folgt, beginnen mehr Jugendliche ihre berufliche Laufbahn mit einer Lehre oder einem Studium. Fast drei Viertel dieser Gruppe entscheiden sich für eine Berufslehre, wobei traditionelle Ausbildungen wie Kauffrau/Kaufmann und Fachfrau/Fachmann Gesundheit besonders beliebt sind. Bei den Männern fällt der hohe Anteil im Strassenbau auf, was auch durch das bedeutende Ausbildungszentrum in Sursee für die gesamte Deutschschweiz beeinflusst wird. Nur ein kleiner Prozentsatz der Lehrlinge besucht einen Berufsmaturitätsunterricht.
Fachmittelschulen erfahren ebenfalls eine Zunahme, und mehr Jugendliche nutzen Brückenangebote oder andere Übergangslösungen. Dies deutet darauf hin, dass die direkte Nachschulzeit für viele zunehmend komplexer wird.
Schon vorher zeichnet sich ein Anstieg in den Volksschulen ab. Insgesamt besuchen im Kanton Luzern derzeit fast 49.000 Kinder und Jugendliche die Pflichtschule, wobei Primarschulen besonders stark wachsen. Im Gegensatz dazu starten etwas weniger Kinder als im Vorjahr in Kindergärten oder Grundstufen – ein Trend, der sich bereits zum zweiten Mal zeigt.
Immer mehr Schüler mit nicht-deutscher Erstsprache besuchen die Luzerner Schulen. In Primarschulen betrifft dies fast jedes dritte Kind. Albanisch ist dabei am häufigsten vertreten, gefolgt von Serbisch, Kroatisch, Bosnisch, Montenegrinisch und Portugiesisch.
Die Anzahl der Sonderschüler ist leicht zurückgegangen, wobei rund 74 Prozent davon männlich sind. Die meisten dieser Schüler besuchen Programme im Verhalten-Bereich, gefolgt von geistigen Beeinträchtigungen und Sprachunterricht. Körperliche oder Mehrfachbeeinträchtigungen betreffen etwa 15 Prozent.
Auf der Sekundarstufe I verändern sich nicht nur die Schülerzahlen, sondern auch die Schulmodelle. Die integrierte Sekundarschule mit gemischten Leistungsniveaus gewinnt an Beliebtheit; Kriens wechselt beispielsweise auf dieses Modell.
Der Lehrkräftebedarf steigt parallel zur Schülerzunahme, was sich in den neuesten Statistiken widerspiegelt. An Volksschulen und Sekundarstufe II arbeiten mehr Lehrpersonen, die hauptsächlich Teilzeit beschäftigt sind.
Verwendete Quellen: Lustat