Peter Magyar hat sich in einer entscheidenden Wahl gegen Viktor Orban durchgesetzt und damit einen bedeutenden Sieg errungen. Doch ein Wahlsieg garantiert noch keinen umfassenden Systemwechsel. Von zentraler Bedeutung wird sein, ob Magyar auch die Strukturen im sogenannten Orban-System auflösen kann.
Budapest feierte ausgelassen, als hätte das Land eine jahrzehntelange Last abgeschüttelt. Peter Magyar, ein politischer Aufsteiger, hat es geschafft, wo die Opposition in den letzten sechzehn Jahren gescheitert war: Viktor Orban zu besiegen. Jedoch bleibt unklar, wie tief dieser Sieg wirklich reicht. Orbans Einfluss erstreckt sich nicht nur auf das Parlament, sondern auch auf Gerichte, Behörden, Medien und die Wirtschaft.
In einer Ausgabe von «NZZ Akzent» erläutert Korrespondentin Meret Baumann, warum der Machtwechsel historische Bedeutung hat – doch wie herausfordernd und konfliktreich der Umbau des Landes sein wird. Sie diskutiert zudem die Folgen dieses Regierungswechsels für Europa und die vormalige Anziehungskraft Orbans.
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