Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zeigte sich Ende 2025 besorgt über mehrere bedeutende Beschaffungsprojekte. Ursachen hierfür waren unter anderem drohende Mehrkosten, Verzögerungen bei der Lieferung sowie personelle Engpässe.
Ein Vierteljahr später berichtete Robert Scheidegger von einer Verbesserung der Lage: «Wir sind gut unterwegs und recht positiv gestimmt.» Projekte auf einem guten Weg erhielten eine grüne Ampel, während bei rund acht Projekten eine orangefarbene Ampel wahrscheinlich angezeigt wird.
Das Projekt Air2030 zur Modernisierung der Luftwaffe bleibt jedoch mit einer roten Ampel versehen, vor allem wegen der weiterhin unsicheren Beschaffung des US-amerikanischen Patriot-Systems. Eine rote Ampel bedeutet gemäss dem VBS, dass die verantwortliche Verwaltungseinheit weder über die erforderlichen Kompetenzen noch Mittel verfügt, um das Projekt zeitnah auf Kurs zu bringen.
Auch die Projekte Nepro beim Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) sowie TK A für eine modernere Armee-Telekommunikation hatten Ende 2025 rote Ampeln. In den vergangenen Monaten konnten jedoch deutliche Fortschritte erzielt werden, wie Scheidegger feststellte. Daher wurden die Ampelfarben bei Nepro auf Grün und bei TK A auf Orange geändert.
Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SIK-S) empfahl einstimmig, die Armeebotschaft 2026 unverändert zu genehmigen. Diese beinhaltet Verpflichtungskredite von etwa 3,4 Milliarden Franken und wird in der Sommersession im Ständerat behandelt. Geplant ist unter anderem die Beschaffung von Feuereinheiten für den Schutz kritischer Infrastrukturen sowie Systeme gegen Mini-Drohnen- und Cyberangriffe, ebenso wie neue Pistolen für alle Truppengattungen.
Simon Müller, der Armee-Cyberkommandochef, begründete die Verbesserung bei TK A mit einem veränderten Mindset. Man verzichte nun weitgehend auf Anpassungen am System, was er umgangssprachlich als Weglassen des «Schmucks am Nachthemd» beschrieb. Dennoch seien keine einsatzrelevanten Kompromisse gemacht worden.
SRF4 News, 14.4.2026, 17 Uhr