Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen sich für eine gründlichere Untersuchung der Verfolgung von Jenischen und Sinti ein. In einem offenen Brief an den Bundesrat sowie die Kantone wird die Einrichtung einer unabhängigen Kommission angeregt, um diese schwerwiegenden Vorfälle des 20. Jahrhunderts zu beleuchten.
Bis heute sind zahlreiche Verbrechen wie Zwangssterilisationen und Internierungen nicht umfassend analysiert worden, ebenso wenig die Rolle der kantonalen und kommunalen Behörden. Das genaue Ausmass dieser Verfolgung ist weiterhin unklar.
Letztes Jahr erkannte der Bundesrat die systematische Verfolgung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit an, zu denen unter anderem auch das Hilfswerk «Kinder der Landstrasse» zählte.