Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die jüngsten Parlamentswahlen in Ungarn als unfair bezeichnet. Obwohl eine hohe Wahlbeteiligung verzeichnet wurde und Wählerinnen und Wählern echte Auswahlmöglichkeiten offenstanden, sei das Spielfeld nicht ausgeglichen gewesen.
Ein vorläufiger Bericht der OSZE weist darauf hin, dass die Regierungspartei systematisch von strukturellen Vorteilen profitiert habe. Dazu zählten der Missbrauch öffentlicher Mittel, eine einseitige Darstellung in den Medien sowie fragwürdige Methoden bei der Kampagnenfinanzierung.
Trotz dieser Kritikpunkte wurde hervorgehoben, dass der Wahlkampf aktiv und sichtbar verlaufen sei und alle Kandidierenden die Möglichkeit gehabt hätten, ohne Einschränkungen aufzutreten.