Die letzte Minute Vereinbarung einer Feuerpause zwischen den USA und dem Iran hat nicht nur Erleichterung unter der iranischen Bevölkerung ausgelöst, sondern auch weltweit positive Reaktionen hervorgerufen.
Die Vereinten Nationen appellieren nach Bekanntgabe der Waffenruhe an die Konfliktparteien, diese einzuhalten. Der Sprecher von UNO-Generalsekretär António Guterres betont, dies sei essenziell, “um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen”.
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas beschreibt die Waffenruhe als notwendigen Schritt zurück von einer gefährlichen Eskalation. Sie sieht darin eine Chance, Drohungen abzubauen, Raketenangriffe einzustellen und den Weg für diplomatische Lösungsansätze zu ebnen.
Mehrere arabische Staaten begrüßen ebenfalls die Einigung und fordern weitere diplomatische Anstrengungen. Das Außenministerium Omans betont, es sei nun entscheidend, Lösungen zu finden, welche die Ursachen der Krise adressieren.
Auch Ägypten drängt auf fortgesetzte Verhandlungen. Kairo sieht das Aussetzen militärischer Operationen durch die USA als Gelegenheit, Raum für Diplomatie und konstruktiven Dialog zu schaffen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate fühlen sich nach dem Konflikt als Gewinner. Die Golfstaaten waren in den letzten Wochen Ziel von iranischen Angriffen. Die strategisch wichtige Meerenge der Strasse von Hormus, entscheidend für Öl- und Gashandel, liegt zwischen Iran und Oman.
Deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußert Dankbarkeit gegenüber Pakistan für die Vermittlung dieser Vereinbarung. Ziel müsse nun sein, in den kommenden Tagen ein dauerhaftes Kriegsende zu erreichen, was nur diplomatisch gelingen könne.
Französischer Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Waffenruhe, fordert aber eine Erweiterung auf den Libanon. Obwohl die Öffnung der Strasse von Hormus positiv sei, bleibt die Lage im Libanon kritisch. Israel hat in den letzten Wochen Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon gestartet, woraufhin diese israelische Ziele angriffen.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez begrüßt die Vereinbarung, äußert aber Kritik am Beginn des Konflikts durch die USA. “Die spanische Regierung wird nicht jenen Beifall spenden, die die Welt in Brand gesetzt haben”, schreibt er auf X, ohne explizit die US-Regierung zu nennen.
Eine Waffenruhe ist immer willkommen, doch dürfe sie nicht die verursachten Zerstörungen und Opfer vergessen lassen. Sánchez ruft dazu auf, dass sich Diplomatie, internationales Recht und Frieden durchsetzen müssen.
Die Schweiz hat bislang keine offizielle Stellungnahme zur Waffenruhe abgegeben.