Die WWZ-Gruppe hat im Jahr 2025 ihren Umsatz gesteigert, der Konzerngewinn blieb jedoch unverändert. Der Energieversorger aus Zug verzeichnete einen Nettoerlös von 312,3 Millionen Franken, was einem Anstieg um rund 13 Millionen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gewinn stagnierte bei 35,3 Millionen Franken.
Höhere Kosten führten zu dieser Stagnation: Investitionen in die Umstellung im Telekomgeschäft, in IT-Sicherheit und den Ausbau neuer Geschäftsfelder belasteten das Ergebnis. Zudem beeinflussten Sondereffekte aus dem Vorjahr den Vergleich.
Im Stromgeschäft stieg der Umsatz um vier Prozent an, während der Energieabsatz leicht auf 665 Gigawattstunden zurückging – vor allem bei Marktkunden. Der Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen und Einmaleffekte belasteten das Ergebnis zusätzlich.
Ein deutlicher Wachstumstreiber war die Fernwärme, deren Absatz um 32 Prozent zulegte. Im Telekombereich erhöhte WWZ den Umsatz um sechs Prozent auf 77,2 Millionen Franken und vollendete die Umstellung zur Marke «Blizz», bei der rund 120’000 Produkte betroffen waren. Dieser Umbau drückt kurzfristig das Ergebnis, soll jedoch langfristig zu einer besseren Profitabilität führen.
WWZ investierte im vergangenen Jahr insgesamt 114 Millionen Franken in neue Energieinfrastruktur: 43,8 Millionen gingen in Wärme- und Kältenetze. Die Wärmeverbunde Ennetsee und Circulago wurden ausgebaut und ein neuer Verbund in Steinhausen entsteht, der dieses Jahr starten soll. Des Weiteren flossen 19,8 Millionen in Stromnetze, 6,5 Millionen in Telekom und 9,5 Millionen in die Trinkwasserversorgung.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet WWZ eine Stabilität im Geschäft. Im Stromgeschäft rechnet das Unternehmen jedoch aufgrund neuer regulatorischer Vorschriften und einer geringeren Verzinsung mit einem niedrigeren Ergebnis. Dagegen soll sich das Telekomgeschäft nach dem Umbau deutlich verbessern, während Photovoltaik, Batteriespeicher und Fernwärme weiteres Wachstum versprechen.