Laut einer ersten Bilanz des Staatssekretariats für Migration (SEM) wurden seit November bis Ende Februar Gesuche von etwa 600 Geflüchteten, die aus als sicher geltenden Regionen im Westen der Ukraine stammen, überwiegend abgelehnt. Insgesamt gab es 104 Abweisungen und entsprechende Wegweisungsverfügungen. Die Befürchtung, dass diese neue Praxis zu einem Anstieg von regulären Asylgesuchen führen könnte, hat sich bisher nicht bestätigt; nach negativen Entscheiden wurden keine solchen Gesuche eingereicht.
Die betroffenen Personen haben häufig ihr Gesuch zurückgezogen oder sind eigenständig weitergereist, wahrscheinlich in andere europäische Länder. Die Änderung der Praxis bedeutet, dass Geflüchtete aus diesen Gebieten nicht mehr automatisch den Schutzstatus S erhalten.