Valeria Wieser berichtet über eine unvollendete Passage im geplanten Seeuferweg in Zug, der zwischen Hafenrestaurant und Brüggli verlaufen soll. Trotz baldiger Eröffnung des erweiterten Strandbads bleibt das letzte Teilstück des Fusswegs aus – ein Anliegen, das die SP schon lange verfolgt.
Bereits im Mai 2024 wird das neue Strandbad in Betrieb genommen, doch der dazugehörige Seeuferweg ist noch nicht vollständig. Dieser sollte den Fußgängern einen ruhigen Weg entlang des Sees bieten und war auch Teil der Planung für die Strandbaderweiterung im Jahr 2024.
SP-Gemeinderätin Esther Ambühl Tarnowski kritisiert, dass trotz der kurzen verbleibenden Strecke von circa 30 Metern noch nicht alles fertig sei. Sie hinterfragt den Grund dafür und sieht die Notwendigkeit, den Druck auf den Stadtrat zu erhöhen, um das Projekt abzuschließen.
Die SP hat bereits seit Jahrzehnten für diesen Fussgängerweg gekämpft. In ihrem Vorstoss weisen sie darauf hin, dass der schmale Trottoirstreifen entlang der Chamerstrasse oft überfüllt sei und die Situation sich bei gutem Wetter noch verschärfe.
Als elegante Lösung war ein Steg geplant, um den Weg ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers zu realisieren. Ein Bericht aus November 2023 deutete darauf hin, dass dies möglich sei. Die Stadt Zug hatte geplant, die Bauarbeiten an diesem Steg im Herbst 2024 zu beginnen.
Trotz der Pläne endet der Weg jedoch immer noch in einer Sackgasse und verläuft nicht wie vorgesehen weiter. Aufgrund von Einsprachen ist das Verfahren beim Verwaltungsgericht hängig, was die Fertigstellung weiter verzögert.
Die SP-Fraktion möchte durch ihre Interpellation den Stadtrat unter Druck setzen und klären, wann mit dem Abschluss des Seeuferwegs zu rechnen ist. Die Stadtverwaltung bestätigt die Verzögerung aufgrund der rechtlichen Hürden.
Verwendete Quellen:
Telefonat mit Esther Ambühl, Interpellation der SP-Fraktion, Augenschein vor Ort, Abstimmungsvorlage von 2024 und schriftlicher Austausch mit der Stadt Zug.