Ab August wird das Kita-System im Kanton Luzern umgestaltet, um mehr Einheitlichkeit und Fairness zu erreichen. Dies hat jedoch bei einigen Eltern für Verunsicherung gesorgt, da die neuen Regelungen eine Anpassung der Betreuungsgebühren nach sich ziehen.
Im Rahmen der geplanten Reform wurden zahlreiche Familien über neue Tarife informiert, was Fragen bezüglich der angeblich entlastenden Betreuungsgutscheine aufwirft. Edith Lang von der Luzerner Dienststelle Soziales und Gesellschaft erklärt, dass die bisherige Heterogenität bei den Gutscheinen abgeschafft wird: Bislang berechneten Gemeinden diese individuell.
Die neuen Vorgaben des Kantons beinhalten eine stärkere Regulierung der Betreuungsqualität sowie der finanziellen Unterstützung für Eltern. Dies hat zur Folge, dass Kitas wie die Kita Kiriku Luzern ihre Tarife anpassen müssen, um den höheren Qualitätsstandards gerecht zu werden.
Laut Edith Lang ist es notwendig, in qualifiziertes Personal zu investieren, was sich auf die Kosten auswirkt. Die Kitas betonen jedoch, dass sie kaum Gewinne erzielen und die erhöhten Einnahmen primär für Miete, Löhne und Verpflegung genutzt werden.
Die Qualitätsstandards umfassen nun konkrete Richtlinien zur Personalqualifikation und Betreuungsschlüssel. Die Kita Kiriku sieht in dem neuen Gesetz einen ersten wichtigen Schritt zu mehr Gleichheit im System.
Trotz der Tariferhöhungen erwartet der Kanton, dass die meisten Familien durch erhöhte Gutscheine finanziell entlastet werden. Lang räumt jedoch ein, dass es in Einzelfällen Abweichungen geben kann.
Die Umstellung betrifft nicht nur Eltern, sondern auch Kitas und Gemeinden. Der Kanton hat bereits Orientierungshilfen bereitgestellt, die als erste Anhaltspunkte für die neuen Regelungen dienen sollen.
Im Gespräch mit Edith Lang sowie der Geschäftsleitung von Kiriku Luzern wird deutlich, dass die Umstellung gut vorbereitet war. Mit einer Informationsveranstaltung wurden alle Beteiligten eingebunden und über den Prozess aufgeklärt. Der Systemwechsel ab August verspricht trotz möglicher Mehrkosten eine verbesserte Qualität in den Kitas.