Ein deutscher Urlauber, der angeblich Ingenieur und Jurastudent ist, reiste nach New York und verklagte drei Mal, um über 20 Millionen Dollar zu fordern. Seine Reise endet jedoch in einem Fiasko. Ein Mann aus Schemmerhofen in Baden-Württemberg besuchte das US Open und einige lokale Restaurants und geriet mit einer mexikanischen Salsa aneinander. Beim Besuch von ‘Los Tacos No. 1’ wählte er zwei Saucen im Selbstbedienungsbereich, eine davon scharf genug, um ihm angeblich körperliche Schäden zuzufügen. Er berichtete in seiner Klage über brennende Zunge und Mund sowie einen erhöhten Puls gemäß seiner Apple Watch. Ohne Warnhinweis zur Sauce forderte er 100.000 Dollar vom Restaurant, präsentierte aber nur ein Foto seiner ‘brennenden’ Zunge als Beweis. Das Gericht wies die Klage zurück, da Schärfe bei Salsa üblich sei und er hätte nachfragen können. Weitere Verfahren richteten sich gegen Walmart wegen diskriminierender WLAN-Zugangsregeln, für die eine amerikanische Telefonnummer erforderlich war, sowie gegen die Polizei von New York City wegen Nichtaufnahme seiner Aussage zu einem Vorfall am Times Square. Beide Klagen scheiterten. Das US-amerikanische Rechtssystem ermöglicht oft unerwartete Ansprüche, wie historische Fälle zeigen, und in diesem Fall nutzte der Tourist dieses System ausgiebig – allerdings ohne Erfolg. Der Prozess zog viel Spott nach sich; Medien veröffentlichten Details und Bilder. Der Deutsche zog die Klage gegen die Polizei zurück und bleibt als Beispiel für gescheiterte Ansprüche in Erinnerung, trotz seiner anfänglichen Bemühungen, die Reise zu genießen.