In diesem Jahr verteilen DAX- und MDAX-Konzerne mehr Dividendengelder als im Vorjahr. Auch Autobauer, die finanzielle Schwierigkeiten durchmachen, bleiben bedeutende Zahlungspartner. Besonders hervorzuheben ist BMW, das seine Ausschüttungen erhöht hat. Doch andere Sektoren bieten ebenfalls stabile oder sogar wachsende Erträge. Dieser Beitrag stammt aus dem digitalen Finanzmagazin «The Market NZZ». In turbulenten Zeiten wirken Dividenden beruhigend auf Investoren, da sie die finanzielle Stärke eines Unternehmens widerspiegeln und oft einen wesentlichen Anteil der Gesamtrendite darstellen. Ein Vergleich des DAX mit dem reinen Kurs-DAX verdeutlicht dies: Der Performance-Index, der Dividenden berücksichtigt, zeigt eine andere Rendite. Interessant ist das aktuelle Verhältnis zwischen der Dividendenrendite des DAX und den Erträgen zehnjähriger Staatsanleihen, beide liegen bei 2,9 Prozent. Der übliche Risikoaufschlag für Aktien fällt weg. Dividendenaktien gelten als defensiv: Oft handelt es sich um etablierte Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen. Diese haben ein überwiegend positives Geschäftsjahr hinter sich, da 2025 besser verlief als zuvor erwartet. DAX- und MDAX-Konzerne sollen zusammen rund 63,7 Milliarden Euro ausschütten – mehr als im Vorjahr. Die DAX-Firmen tragen den größeren Teil dieser Summe bei, mit geschätzten 55 Milliarden Euro Ausschüttungen, ein Plus von fünf Prozent. Die MDAX-Auszahlungen liegen jedoch auf dem Niveau des Vorjahres. Trotz anfänglicher Erwartungen einer Steigerung um etwa 20 Prozent schwächeln diese Unternehmen. Angesichts der geopolitischen Spannungen im Iran droht zudem eine gefährdete Konjunkturerholung. Bald werden voraussichtlich drei Viertel der DAX- und MDAX-Unternehmen ihre Dividendenvorschläge vorlegen, die noch die Zustimmung der Aktionäre benötigen. Diese Vorschläge passieren meist unverändert die Abstimmungen auf den Hauptversammlungen. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt jedoch oft erst im Mai. Auffallend ist, dass trotz Herausforderungen die Automobilbranche weiterhin der größte Dividendenzahler bleibt und rund 23 Prozent der Summe trägt. Dennoch setzen viele Autokonzerne ihre Kürzungen fort – Mercedes-Benz senkt seine Ausschüttung um 18,6 Prozent auf 3,50 Euro je Aktie. Analysten hatten nur zwei Euro erwartet, weshalb dieser Vorschlag als positiv angesehen wird. Mercedes zahlt insgesamt 4,2 Milliarden Euro an die Aktionäre. Volkswagen reduziert seine Dividende auf 5,26 Euro je Vorzugsaktie – eine Rendite von 5,8 Prozent trotz eines Gewinneinbruchs um die Hälfte. Der Umsatz stagniert bei 322 Milliarden Euro, was einer Marge von nur 2,8 Prozent entspricht. Für das Jahr 2026 strebt Volkswagen eine Steigerung auf 4 bis 5,5 Prozent an. BMW hebt seine Dividende trotz eines Gewinnrückgangs um 10 Cent auf 4,40 Euro an und überrascht Analysten, die mit einer Senkung gerechnet hatten. Die Einführung neuer Modelle zeigt Erfolg, auch wenn der Konzern weiterhin durch internationale Herausforderungen belastet wird. BMW strebt für dieses Jahr eine Marge von 4 bis 6 Prozent an. Für weitere Informationen zu anderen Sektoren und stabilen Dividendenaktien lesen Sie den vollständigen Artikel bei «The Market NZZ».