In der bedeutenden mexikanischen Ruinenstadt Teotihuacan ist es zu einem tragischen Vorfall gekommen, bei dem eine Kanadierin getötet und mehrere Touristen verletzt wurden. Der Zwischenfall ereignete sich wenige Wochen vor Beginn der Fussball-WM.
Ein Mann eröffnete unerwartet das Feuer aus noch ungeklärten Motiven und nahm sich anschließend selbst das Leben, wie von den mexikanischen Sicherheitsbehörden berichtet wurde. Mindestens 13 Touristen, darunter ein sechsjähriges Kind, wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
“Das Ereignis heute in Teotihuacan tut uns tief leid,” schrieb Präsidentin Claudia Sheinbaum auf der Plattform X. Sie bekundete ihre Solidarität mit den Opfern und ihren Familien und teilte mit, dass die mexikanische Regierung Kontakt zur kanadischen Botschaft aufgenommen hat.
Nach Angaben des Sicherheitskabinetts wurden Touristen aus Kolumbien, Kanada, Russland, Brasilien und den USA verletzt. Sieben von ihnen erlitten Schussverletzungen; andere stürzten sich infolge des Chaos zu Boden. Unter den Verwundeten befindet sich neben dem sechsjährigen Kolumbianer auch eine 13-jährige Brasilianerin.
Teotihuacan, gelegen vor Mexiko-Stadt, ist bekannt für die Sonnen- und Mondpyramide sowie den Tempel der gefiederten Schlange. Auf einem auf X veröffentlichten Video ist zu sehen, wie der Angreifer von der Mondpyramide aus schoss.
Der Vorfall ereignete sich im Vorfeld der Fussball-WM, die gemeinsam von Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen wird. In ihrer Blütezeit war Teotihuacán die größte Metropole Mesoamerikas und einst eine der größten Städte der Welt. 1987 wurde sie zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt und ist einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen in Mexiko.