Ob es um den Rückgang der Geburtszahlen, Muskelwachstum oder die Stärkung des Frankens geht – immer steht der Zinseszins im Mittelpunkt. Ich habe immer Probleme mit Mathematik gehabt; Erinnerungen an meine Schulzeit sind oft von Verlegenheit geprägt. Doch eines habe ich verstanden: den Zinseszinseffekt, und so wende ich ihn auf alles Mögliche an. Bei der Diskussion über sinkende Geburtenraten erkenne ich schnell einen negativen Zinseszins am Werk. Anders als viele Politiker, die mit demografischen Steuern hantieren, sehe ich das Ende dieses Trends und verstehe, dass nur Masseneinwanderung Abhilfe schaffen kann. Im Fitnessstudio trainiere ich bewusst, um meinen Körper den Vorteil des Zinseszinses zu gewähren. Während Sportwissenschaftler von Superkompensation sprechen, liegt das eigentlich am fehlenden mathematischen Verständnis: Der Körper reagiert auf Training mit verstärkter Muskelaufbau, und jedes neue Workout beginnt auf einem höheren Niveau. Beim Anblick des steigenden Frankens habe ich keine Zweifel, dass seine Wertsteigerung an Tempo gewinnen wird. Die niedrigere Inflation in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern sorgt für eine exponentielle Divergenz der Währungen. Ich bin sicher, dass der Dollar bald unter 70, dann 60 und schließlich 50 Rappen fallen wird. Kurze Stärkungen des Dollars durch geopolitische Ereignisse werden sich nicht halten. Auch bei den staatlichen Schulden ist ein Zinseszinseffekt zu beobachten: Übermäßige Verschuldung führt zu einer spiralförmigen Erhöhung der Schuldlast. Das aktuelle Amerika steht vor dieser Herausforderung, da die Notenbank mehr Geld drucken wird und so Inflation anheizt sowie den Franken stärkt. Haben Sie Lebensfragen? Ich werde sie Ihnen gerne mit dem Zinseszins erklären – das ist meine Spezialität.