Der ehemalige Regierungsrat aus Neuenburg, Laurent Kurth, wird die Verantwortung für die Koordination der Rundtischgespräche zur Brandkatastrophe von Crans-Montana übernehmen. Der Bundesrat hat ihn am Mittwoch offiziell als Präsidenten dieser Institution bestimmt.
Der Bundesrat verweist auf Kurths umfangreiche Erfahrung in komplexen Verwaltungsverfahren aus seiner Zeit als Leiter des Departements für Finanzen und Gesundheit im Kanton Neuenburg, die er bis 2024 innehatte. Diese Expertise habe ihn zur idealen Wahl für die Leitung dieser Aufgabe gemacht.
In seiner neuen Rolle ist es Kurths Aufgabe, Opfer der Katastrophe, deren Angehörige, betroffene Versicherungen, potentiell Verantwortliche sowie zuständige Behörden zusammenzuführen. Ziel ist es, den Dialog zu erleichtern und die Betroffenen bei der Erarbeitung von außergerichtlichen Vergleichslösungen zu unterstützen.
Der Sozialdemokrat Laurent Kurth war bis Anfang 2024 in der Neuenburger Regierung tätig. Derzeit arbeitet er als selbstständiger Berater in den Bereichen Gesundheitswesen, Organisationen und öffentliche Finanzen. Seine neue Aufgabe als Präsident des Runden Tisches wird er umgehend antreten.
Ein neues Bundesgesetz aus dem Jahr 2026 sieht die Einrichtung eines unter der Schirmherrschaft des Bundes stehenden Runden Tisches vor, um die Ereignisse in Crans-Montana aufzuarbeiten und zu bewältigen.