Am Mittwoch hat der Bundesrat neue Regulierungen für das Eigenkapital bekanntgegeben. Dies markiert den Höhepunkt eines anhaltenden Streits zwischen der Schweizer Regierung und der UBS. Die Beziehung zwischen dem grössten Schweizer Bankhaus, ansässig auf dem Paradeplatz in Zürich, und der Schweiz hat sich kompliziert entwickelt. Während die Finanzkrise 2008 das Rettungspaket für die UBS erforderte, wurde wenig später durch den Druck der USA das Bankgeheimnis für ausländische Kunden aufgehoben. Im Jahr 2013 kritisierte Philipp Müller, damals FDP-Präsident, die hohen Managergehälter scharf. Die Übernahme der Credit Suisse durch UBS im Jahr 2023 führte zur Entstehung einer „Monsterbank“, deren Bilanz grösser als das gesamte Schweizer BIP wurde. Nach der Fusion verkündete Finanzministerin Karin Keller-Sutter innerhalb von Stunden nach Verhandlungen mit der UBS einen Erfolg. Die Veröffentlichung des Deals folgte bald darauf. Colm Kelleher, Präsident der UBS-Verwaltungsräte, sprach über die solide Bilanz der Bank und bedankte sich bei den Schweizer Behörden. Keller-Sutter wollte die Schweiz durch neue Regeln besser vor Bankenzusammenbrüchen schützen. Die Diskussionen verschärften sich nach der Rückkehr von Sergio Ermotti als Konzernchef zur UBS. Während Keller-Sutter hohe Managerboni kritisierte, widersprach Kelleher den zusätzlichen Eigenkapitalanforderungen des Bundesrats und bestritt eine implizite Staatsgarantie für die UBS. Keller-Sutter erwiderte, dass sie der Auffassung sei, die Bank verfüge über eine solche Garantie. Die Debatte eskalierte weiter, als die UBS durch Medien berichtete, ihre Tätigkeit aus der Schweiz zurückzuführen, sollte das Eigenkapital erhöht werden. Kelleher warnte bei einer Versammlung vor den Risiken der Überregulierung. Unterstützung für die UBS kam von der Zürcher FDP, einschließlich Ruedi Noser und Filippo Leutenegger, die gegen Keller-Sutters Vorschläge lobbyierten. Der Bundesrat hielt jedoch an seinen Plänen fest und präsentierte schliesslich seine Eigenkapitalvorschläge, die nun dem Parlament vorgelegt werden.