Die Stadt Luzern plant eine Untersuchung der in Littau und Reussbühl ansässigen Fledermausarten. Dafür wird sie auf die Unterstützung von Freiwilligen angewiesen, um das Projekt voranzubringen. Wie aus einer Mitteilung an die Presse hervorgeht, strebt die Stadt das Ziel an, mehr Wissen über diese Tiere zu gewinnen und gleichzeitig die Bevölkerung für ihre Bedeutung zu sensibilisieren.
Seit 2018 läuft das Projekt “StadtWildTiere”, welches sich mit dem Studium von Wildtieren in bebauten Gebieten beschäftigt. Neben der Stadt Luzern sind sechs weitere Organisationen, unter anderem WWF Luzern und Pro Natura Luzern, an diesem Vorhaben beteiligt. Finanziert wird das Projekt durch die Stadt und die Albert Koechlin Stiftung.
Im vergangenen Jahr konzentrierte sich das Projekt auf Fledermäuse in städtischen Gebieten. Insgesamt nahmen 140 Freiwillige an 120 Standorten rund 25.000 Ultraschallrufe von Fledermäusen auf. Durch die Analyse dieser Rufe, bei denen jede Art einen einzigartigen Ruf hat, konnten zehn verschiedene Arten identifiziert werden, darunter auch die Alpenfledermaus – eine Spezies, die bislang in der Stadt noch nicht beobachtet wurde.
Da die Datenlage für Littau und Reussbühl bisher spärlich ist, richtet sich das Augenmerk des Projekts im aktuellen Jahr auf diese Stadtteile.
Freiwillige werden mit einem “Mitmach-Päckli” ausgestattet, welches ein Aufnahmegerät und eine detaillierte Anleitung enthält. Teilnehmer sollen das Gerät an einem Abend zwischen Mai und Ende August im Freien aufhängen, es am nächsten Tag wieder einsammeln und zurückschicken. Im Herbst 2026 informiert die Stadt die Teilnehmenden über die in ihrer Umgebung vorkommenden Fledermausarten.
Neben den Fledermäusen plant das Forschungsprojekt, weitere nachtaktive Tierarten im gesamten Stadtgebiet zu untersuchen. Die Stadt bittet Personen, die Fussspuren, Frassspuren oder andere Hinweise von Wildtieren wie Igeln, Dachsen, Füchsen, Glühwürmchen und Eulen entdecken, sich bei ihr zu melden.