Der zweifache Gewinner des America’s Cups, Paul Goodison, hat sich dem Schweizer Team Alinghi angeschlossen und bildet damit die Kernmannschaft für das bevorstehende Rennen. Der 38. America’s Cup steht unter der Regie zahlreicher Reformen: Keine neuen Bootskonstruktionen, aber eine Crew mit maximal fünf Mitgliedern, mindestens eine Frau an Bord, Verwendung von Batterien statt Cyclors und die Zulassung ausländischer Segler sind nur einige Neuerungen. Der Cup-Treuhänder Grant Dalton ermöglichte diese Änderungen unter Druck der Teams, nachdem Ernesto Bertarelli maßgeblich für das neue Format geworben hatte.
Der America’s Cup in Neapel wird ein hart umkämpfter Wettkampf sein, bei dem Alinghi gegen etablierte Teams wie Team New Zealand und GB1 antritt. Alinghis Mannschaft ist noch im Aufbau: Mit Paul Goodison als Skipper und Steuermann von Boat One hat das Team nun einen erfahrenen Foiling-Spezialisten verpflichtet, der bereits in Auckland und Barcelona erfolgreich war.
Zur Crew gehören zudem die Australier Jason Waterhouse und Phil Robertson, der Italiener Pietro Sibello sowie Natalie Brugger, die als erste Frau auf einem Schweizer Cup-Boot segeln könnte. In den kommenden Flottenrennen in Cagliari wird ein gemischtes Team aus Seglern wie Goodison, Brugger, Robertson, Rolaz, Sibello und Waterhouse antreten.
Dave Endean, Technischer Direktor und Segelchef von Alinghi, betont die Mischung aus Erfahrung und Talent in der Crew. “Wir stehen vor einer großen Herausforderung”, so Endean, “doch genau das spornt uns an.” Trotz der geringen Mannschaftsstärke von etwa fünfzig Angestellten ist Alinghi motiviert, langfristig zu planen und denkt bereits über Teilnahmen bis in die 2030er Jahre hinaus.
Während Neapel als Austragungsort für die Aussenseiterposition von Alinghi spricht, blicken andere Teams wie Team New Zealand und Luna Rossa auf eine lange Vorbereitungszeit zurück. Doch für Bertarelli und sein Team markiert dies den Beginn eines langfristigen Vorhabens, das weit über den nächsten Cup hinausgeht.