Autorin: Hana Fink
Nach 18 Jahren zieht der Klub Rok am Ende Mai seine Türen. Dies markiert den Abschied einer Ikone des Luzerner Nachtlebens.
Der Rok Klub, gelegen an der Seidenhofstrasse, kündigte seinen Abschied nicht nur durch einen Instagram-Post an, sondern feiert im gesamten Monat ein letztes Mal mit Veranstaltungen wie der 90er-Party und Events unter den Namen «Pleasure» und «Darkroom». Dieser Ort war mehr als nur eine Tanzfläche; er war Schauplatz unzähliger Erinnerungen, spontaner Begegnungen und vielfältiger Musikstile.
Bereits vor dem Rok war der Standort Teil des Nachtlebens von Luzern. Vor 2009 tanzten viele Elterngenerationen in Lokalen wie «Adagio» oder «Florakeller». Mit seiner Eröffnung brachte das Rok einen kellerartigen, rohen Underground-Charakter mit sich und setzte die Geschichte des Ortes fort.
International bekannte Künstler wie Âme, Adriatique, Nina Kraviz sowie lokale Talente traten im Rok auf. Viele Luzerner erinnern sich an die normalen Nächte und spontanen Erlebnisse dort: Töggeli-Turniere, zufällige Gespräche oder Rauchpausen in der Raucherbar.
Die Zukunft des Seidenhofstrasse-Standorts bleibt ungewiss. Möglichkeiten reichen von einem Rok 2.0 über eine Bar oder einen kulturellen Treffpunkt bis hin zu völlig neuen Konzepten.
Diese Schliessung ist ein weiterer Hinweis auf die Probleme des Luzerner Nachtlebens, das schon seit 2025 unter Druck steht und nun weitere traditionelle Klubs verliert. Trotzdem sieht das Rok Potenzial für eine Renaissance in anderer Form, da der Ort tief im kulturellen Gefüge von Luzern verwurzelt ist.