Der von Menschen verursachte Klimawandel macht sich zunehmend bemerkbar. Um Einblicke zu gewähren, haben wir zentrale Informationen zur globalen Erwärmung zusammengetragen. Diskussionen über die potenzielle Instabilität der Eisschilde und die Verbindung aktueller Unwetter in der Schweiz mit dem Klimawandel sind weit verbreitet. Das Thema gilt als eines der dringendsten unserer Zeit, da man kaum daran vorbeikommt. Welches ist der Stand des Wissens über den Klimawandel? Wie funktioniert der Treibhauseffekt und welche Nationen tragen am meisten zur Emission von Treibhausgasen bei? Welche Möglichkeiten gibt es, die Veränderungen zu begrenzen? Bei der Flut an Berichten über Erwärmung und Emissionen ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Hier wollen wir Klarheit schaffen. Wissenschafter vom Met Office Hadley Centre in England berechnen aus weltweiten Temperaturmessungen einen jährlichen globalen Mittelwert. Dies verdeutlicht die signifikante Erwärmung seit der industriellen Revolution. Klimapolitik: Die von Ländern gemachten Zusagen reichen laut UNO nicht für das Erreichen der Klimaziele aus – neueste Entwicklungen finden Sie hier. Der amerikanische Klimaforscher Marshall Shepherd erklärt, dass Wetter eine Momentaufnahme und Klima ein längerfristiger Zustand ist. Der Begriff ‘Klima’ umfasst statistische Auswertungen über mindestens 30 Jahre. Das Klimasystem beinhaltet nicht nur die Atmosphäre, sondern auch Ozeane, Eisschilde, Gletscher und Eisflächen auf dem Meer sowie potenziell Böden, Pflanzen und Tiere. Unter Klimawandel versteht man Veränderungen, die über Zeiträume von mehr als 30 Jahren stattfinden. Die globale Erwärmung seit der Industrialisierung wird mit historischen Temperaturen verglichen, etwa durch Baumringanalysen. Diese Rekonstruktionen zeigen natürliche Schwankungen und einen deutlichen Anstieg seit dem 19. Jahrhundert aufgrund menschlicher Treibhausgasemissionen. Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen, das ohne seine Existenz die Erde um etwa 30 Grad kälter machen würde. Sonnenstrahlen erwärmen den Planeten, und die Wärmestrahlung wird von Treibhausgasen teilweise zurückgehalten. Menschliche Aktivitäten verstärken diesen natürlichen Effekt durch zusätzliche Emissionen seit Beginn der Industrialisierung, insbesondere Kohlendioxid. Dies führt zu einer Veränderung in der Temperaturschichtung der Atmosphäre und beeinflusst die Erwärmung verschiedener Regionen unterschiedlich. Die Schweiz hat beispielsweise eine durchschnittliche Temperaturerhöhung von etwa 3 Grad seit Ende des 19. Jahrhunderts verzeichnet, mehr als doppelt so viel wie der globale Durchschnitt. Besonders stark ist die Erwärmung in der Arktis zu spüren. Der Hauptanteil an CO2-Emissionen stammt aus fossilen Brennstoffen und industriellen Prozessen. Der Ozean, eine wichtige Senke für CO2, speichert weniger des Gases je wärmer er wird, was zur Versauerung führt. China hat die USA als größten Emittenten abgelöst, doch historisch betrachtet sind frühere Industrieländer verantwortlich. Die Schweiz trägt zwar einen geringeren Teil zum weltweiten Ausstoß bei, jedoch ist ihr Einfluss als entwickeltes Land nicht zu unterschätzen. Individuen können zur Reduzierung beitragen durch bewusste Entscheidungen in Nahrung und Verkehr. In der Schweiz haben sich die Emissionen seit 1990 verringert, wobei der Verkehrssektor eine konstante Rolle spielt. Der Klimawandel wirkt sich stark auf die Schweiz aus: Trockenheit, Hitzewellen und Schneearmut sind vorhersehbar. Die zukünftige Entwicklung hängt entscheidend von den globalen Emissionstrends ab.