Der April 2026 zeichnete sich in der Schweiz durch eine außergewöhnliche Regenarmut aus. In vielen Regionen fiel lediglich zwischen 10 und 30 % des sonst üblichen Niederschlags. Besonders betroffen waren das zentrale Mittelland sowie der Kanton Bern.
In zahlreichen Messstationen wurde ein neuer Trockenheitsrekord für den Monat April aufgestellt, da es so wenig Regen seit Beginn der Aufzeichnungen gab. Städte wie Interlaken, Freiburg, Aarau, Zofingen und Arbon waren stark betroffen. Ein Beispiel hierfür ist Kandersteg/BE, wo Messungen bereits seit 1900 vorliegen.
Basel erlebte den trockensten April etwas weniger extrem, doch solche Niederschlagsmengen sind auch dort nicht ungewöhnlich. Die Trockenheitsplattform des Bundes zeigt auf, dass die Böden in vielen Regionen derzeit trockener sind als es für diese Jahreszeit typisch ist. Eine anhaltende Bodentrockenheit kann zu höheren Sommertemperaturen führen, da weniger Verdunstung stattfindet und somit Hitzewellen verstärkt werden.
Die Entwicklung des Niederschlags im Mai wird entscheidend sein. Hoffnung für eine Verbesserung der Situation bringt die Statistik: Der Mai zählt zu den regenreichsten Monaten in der Schweiz.
Quelle: Meteo, 26.04.2026, 19:55 Uhr, SRF 1