In Bern fand heute das zweite Erkundungsgespräch zur Vorbereitung einer runden Tischkonferenz statt, um die Folgen des Brands von Crans-Montana zu bewältigen. An der im Bundesamt für Justiz (BJ) abgehaltenen Sitzung, die sich auf die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Konferenz konzentrierte, nahm auch Laurent Kurth teil, der vom Bundesrat als künftiger Präsident ernannt wurde. Im Februar dieses Jahres beschloss der Bundesrat, eine unter seiner Leitung stattfindende runde Tischkonferenz einzuberufen, um die Folgen des Brands von Crans-Montana zu klären. Das BJ hatte bereits ein erstes Erkundungsgespräch organisiert, um Erwartungen, Bedürfnisse und offene Fragen zu identifizieren. Auch das heutige zweite Gespräch, das der weiteren Materialisierung diente, war konstruktiv und zielte auf die Suche nach Lösungen ab.
Laurent Kurth stellte sich während des Treffens offiziell als Präsident der runden Tischkonferenz vor und betonte seine Unabhängigkeit und Neutralität sowie seine Absicht, in diesem Dialog zu vermitteln. Er erklärte gleichzeitig, dass es ihm darum gehe, den Opfern und ihren Familien Anerkennung zukommen zu lassen.
Die runde Tischkonferenz bringt die Opfer, ihre Angehörigen, beteiligte Versicherungen sowie möglicherweise leistungspflichtige Personen und zuständige Behörden zusammen. Ziel ist es, den Dialog zu erleichtern und gemeinsam strafgerichtliche Lösungen zu finden, um langwierige gerichtliche Verfahren zu vermeiden, die für Opfer und ihre Familien oft Unsicherheit und Angst bedeuten. Die Teilnahme an der runden Tischkonferenz ist freiwillig und bedeutet keine rechtliche Anerkennung von Schuld. Somit antizipiert die Konferenz keine gerichtlichen Entscheidungen in zivil- oder strafrechtlicher Hinsicht. Die strafgerichtlichen Lösungen hängen allein vom Willen der Teilnehmenden ab. Sollten sie eine tragfähige Lösung finden, hat sich der Bundesrat bereit erklärt, bis zu 20 Millionen Franken beizusteuern. Derzeit berät das Parlament über diesen finanziellen Beitrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Vorbereitungen für die Konstituierung der runden Tischkonferenz laufen weiter. Das nächste Erkundungsgespräch ist für Juni 2026 geplant.