Hana Fink berichtet, dass die Stadt Luzern konkrete Schritte für die Einrichtung eines Aufenthaltsortes für Drogenabhängige an der Gibraltarstrasse 29 unternimmt. Das Baugesuch ist nun öffentlich zugänglich.
Das Vorhaben sieht eine temporäre Nutzung des Hinterhofes vor, ausgestattet mit einem Faltpavillon, Toi-Toi-Toilette und Sichtschutzelementen wie Gittern sowie Sonnensegeln. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 5000 Franken.
Bereits im Februar wurde bekannt, dass dieser Platz für Drogenkonsum unter Aufsicht eingerichtet werden soll (hier geht’s zum Artikel). Der Widerstand aus dem Quartier ist bereits spürbar gewesen.
Konkret plant die Stadt eine Umgestaltung des ehemaligen Notschlafplatzes, um dort einen kontrollierten Ort für Drogenkonsum zu schaffen. Die Vorzüge liegen in der ruhigen Lage und Nähe zum Drop-in-Zentrum. Der Platz soll den Konsumierenden unter bestimmten Regeln Aufenthalt ermöglichen.
Die geplanten Öffnungszeiten sind von 17 bis 21 Uhr, währenddessen die Sicherheits-, Interventions- und Präventionstruppe (Sip) für die Überwachung verantwortlich ist. Nachts bleibt der Ort abgeschlossen.
Eine zweijährige Pilotphase soll durch eine Echogruppe aus Polizei, Sip, lokalen Institutionen und Anwohnern begleitet werden. Bei untragbaren Zuständen könnte das Projekt gestoppt werden.
Trotz eines Sicherheitskonzepts bleibt die Skepsis im Quartier bestehen, da Bedenken über Lärm und Kriminalität geäußert wurden. Diese sollen durch nachtliche Patrouillen der Sip adressiert werden.
Die Nutzungsregeln sind streng: Gewaltverbot, keine Waffen oder Lärm, und Verstöße können mit Verwarnungen oder Polizeieinsatz bestraft werden.
Wie bekannt wurde, planen Anwohner Einsprachen gegen das Baugesuch einzureichen. Die Frist hierfür endet am 20. Mai.