Eine vierteilige Videoreihe hat die Stadt Le Locle im Neuenburger Jura in dieser Woche veröffentlicht, um ihre Vorzüge als Wohn- und Lebensort zu betonen. Diese Kampagne ist der Abschluss eines zweijährigen Projekts mit einem Budget von 220’000 Franken. Neben den Videos wurden Plakate, Wettbewerbe und kostenlose Aufenthalte genutzt, um neue Bewohner anzulocken. Das Ziel war es, die durch konjunkturelle Schwankungen besonders gefährdete Industriestadt zu beleben.
Die Behörden zielten darauf ab, eine demografische Stagnation zu verhindern. Michaël Berly, Präsident des Gemeinderats, erklärte gegenüber RTS: «Der Gemeinderat war besorgt über die stagnierende oder rückläufige Bevölkerungszahl.» Daher wurden bewusst Mittel für diese Werbekampagne bereitgestellt.
Die Kampagne zeichnet sich durch persönliche Geschichten von Einwohnern aus, die sich für ein Leben in Le Locle entschieden haben. Die Dreharbeiten fanden an symbolischen Orten statt, darunter der ehemalige Ratssaal in Les Brenets, das Museum der Schönen Künste und das Uhrenmuseum, sowie auf der Eisbahn.
Besondere Merkmale sind das Kultur- und Sportangebot, die Lebensqualität und die gute Nachbarschaft. Die Gemeinde hat gegenwärtig etwa 11’000 Einwohner. Berly äußerte den Wunsch: «Es wäre ideal, jährlich um einige Dutzend Personen zu wachsen, sodass wir bis 2040 tausend neue Bewohner erreichen.»
Die Stadt hofft nicht nur auf mehr Zuzüge, sondern auch darauf, das Image von Le Locle über die Gemeindegrenzen hinaus zu stärken. In einer Region, in der die Standortattraktivität eng mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden ist, erwartet man langfristige positive Effekte für die gesamte Region.
RTS, «La Matinale», 28.4.2026, 6:18 Uhr