Der Los Angeles FC steht offenbar vor der Entscheidung, die Grasshoppers zu verkaufen. Diese Beteiligung hat in zwei Jahren und sechs Monaten Millionen verschlungen, ohne dass nennenswerter Fortschritt erzielt wurde. Nun soll Peter Zeidler den Abstieg abwenden.
Das Statement der Grasshoppers vom Dienstag kam nach einer provokanten Banneraktion ihrer Fans im Letzigrund, die mit «Fuck off LAFC!» ihre Unzufriedenheit ausdrückten. Die Besitzerorganisation betonte daraufhin die erheblichen Investitionen in Zürich, äußerte jedoch Enttäuschung darüber, dass der Klub nicht auf Kurs sei. Der Los Angeles FC erklärt sich bereit, Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf zu führen, sofern die langfristige Nachhaltigkeit gewährleistet ist.
Die Unzufriedenheit scheint gerechtfertigt: GC-Fans zeigten ihre Ablehnung durch Gewalt und Chaos in Lausanne, wo das Spiel kurz vor dem Abbruch stand. Die Fans verweigerten zudem die Unterstützung im Heimspiel gegen den FC Luzern, während sie Böller zündeten.
In der letzten Saison investierte der LAFC 15 Millionen Franken, zuvor 5 bis 8 Millionen für die Übernahme und eine halbe Meisterschaft. Insgesamt sind mehr als 40 Millionen verloren gegangen. Die Reaktion darauf: ein herber Verkaufsaufruf.
Seit dieser Ankündigung kursieren Gerüchte über potenzielle Käufer aus dem Ausland und auch innerhalb der Schweizer GC-Fanszene ist das Thema heiß diskutiert, obwohl konkrete Angebote noch fehlen. Die sportliche Lage bleibt düster: Die Mannschaft rutscht weiter in Richtung Abstieg.
GC-Sportchef Alain Sutter hat Peter Zeidler als Trainer eingesetzt, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Der 63-jährige Deutsche tritt die Nachfolge von Gernot Messner an und soll der Mannschaft neues Selbstvertrauen einhauchen.
Die Barrage steht bevor, aber das Heimspiel im Letzigrund fällt wegen eines Metallica-Konzerts aus. Ein Ersatzstadion in Lugano wurde abgelehnt. Die Suche nach einer Lösung geht weiter, während der FC Aarau sich gegen Terminänderungen sträubt.
Der Fall GC zeigt die Herausforderungen internationaler Investoren: Trotz teurer Beteiligungen bleibt der Erfolg aus. Der Transferwert des jungen Jonathan Asp Jensen ist ein Lichtblick; ansonsten bleiben Erwartungen unerfüllt. Im Vergleich zu erfolgreichen Klubs wie Lugano und Lausanne, die ausländische Investoren haben, steckt GC im Stillstand.
Die finanzielle Belastung für den LAFC wächst täglich, während sich die Frage stellt, was der Grasshoppers-Engagement ihnen tatsächlich bringt. Nach der Barrage könnte eine Entscheidung über Verkauf oder Rückzug fallen.