Das Vertrauen in die Sicherheit von Reisen ins Ausland hat abgenommen, weshalb viele Schweizer auf europäische Ziele umsteigen. Das neuste Reisebarometer des Touring Club Schweiz (TCS) zeigt diese Entwicklung auf.
Laut dem TCS stuft ein Drittel der Befragten Auslandsreisen mittlerweile als eher unsicher ein, gegenüber 19 Prozent im Vorjahr – nur während der Pandemie 2021 war die Unsicherheit höher. Die Umfrage wurde vom Forschungsinstitut GFS Bern durchgeführt.
Trotz der gestiegenen Sicherheitsbedenken bleibt die Reiselust bestehen: Im Vergleich zum Vorjahr, als 61 Prozent angaben, weniger oder gar nicht zu reisen, liegt dieser Anteil jetzt bei 49 Prozent. Die Wahl des Reiseziels wird stark von politischer Instabilität und Kriegen beeinflusst; zwei Drittel der Befragten sehen dies als entscheidenden Faktor.
Infolgedessen steigt die Beliebtheit europäischer Ziele, während Nordamerika an Attraktivität verliert. Auch beim Reisemittel zeigt sich eine Veränderung: 51 Prozent bevorzugen nun das Auto, verglichen mit 67 Prozent vor zwei Jahren. Damit ist es fast gleichauf mit dem Flugzeug (51 Prozent) und der Bahn (50 Prozent).
Die repräsentative Studie fand zwischen Februar und März statt, wobei GFS Bern insgesamt 1814 Personen befragte – darunter 1004 aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz und 810 TCS-Mitglieder.