Der Verein Protocole Gisler hat eine Analyse der Schweizer Videowerbung vorgelegt und festgestellt, dass sich die Darstellung von Geschlechterrollen verbessert hat. In 87 Prozent der untersuchten Spots sind keine Geschlechterstereotypen mehr erkennbar – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Eine befürchtete Reaktion in die andere Richtung ist nicht eingetreten.
Die Rollenbilder haben sich gewandelt: Männer werden häufiger bei Haushaltsaufgaben oder im Umgang mit Kindern gezeigt, während Frauen vermehrt als Expertinnen auftreten. Dennoch bleiben einige Klischees bestehen.
Ein wesentlicher Kritikpunkt der Studie betrifft die Repräsentation von Menschen mit Behinderungen und nicht-binären Personen, die stark unterrepräsentiert sind.