Moritz Falck, Präsident der FDP Stadt Luzern, hat die Verbreitung von falschen Informationen durch Mass-Voll verurteilt. Eine Online-Kampagne suggerierte fälschlicherweise Unterstützung für Mass-Voll, was nun widerlegt wurde. Die Bewegung verbreitete einen digitalen Flyer auf der Plattform X mit Falcks Bild und behauptete dessen Zustimmung zur Demonstration am Samstag.
Falck betonte klar, dass weder er noch die FDP die Aktion unterstützen, insbesondere weil auch Rechtsradikale daran teilnehmen sollen. Er bezeichnete das Vorgehen als „infam“ und kündigte rechtliche Schritte an. Der Vorfall beruht auf einer Missinterpretation eines von ihm verfassten Leserbriefs in der “Luzerner Zeitung”, in dem er die Meinungsfreiheit thematisierte.
Mass-Voll sieht es anders: Benedikt Ambühl, Vizepräsident, interpretiert Falcks Worte als Befürwortung ihrer Kundgebung. Er betonte, dass der Leserbrief öffentlich zugänglich sei und keine Fehlinformation darstelle. Ein Aufmarsch mit prominenten Rednern ist geplant.
Währenddessen bleibt die Regierung von Kanton Luzern passiv in dieser Angelegenheit: Loris Fabrizio Mainardi versuchte, durch eine Anzeige die Demo-Bewilligung aufzuheben. Doch Sicherheitsdirektorin Ylfete Fanaj erklärte, dass die öffentliche Ordnung durch Auflagen gewahrt werden könne. Politische Gesinnungen dürfen jedoch kein Kriterium für Bewilligungen sein. Mass-Voll wurden das Mitführen von Waffen untersagt und eine strikte Route vorgeschrieben.
Grüne, SP und die “Allianz Luzern Nazifrei” fordern ebenfalls Maßnahmen gegen die Demonstration. Diese komplexe Situation zeigt den Konflikt um Meinungsfreiheit und politische Veranstaltungen in der Schweiz auf.