Hamid Mossadegh, Moderator der RTL-Autosendung «Grip», steht vor einem Gerichtsprozess in Luzern, der ihm eine Strafe von bis zu vier Jahren Gefängnis einbringen könnte. Die Anklage der Luzerner Staatsanwaltschaft basiert auf mehreren schwerwiegenden Geschwindigkeitsüberschreitungen, wie aus einem Bericht der «Luzerner Zeitung» hervorgeht. Mossadegh war jedoch nicht zur Verhandlung erschienen.
Am 8. Juni 2021 soll der Moderator in den Regionen der Kantone Luzern und Aargau mit verschiedenen Fahrzeugen unterwegs gewesen sein, dabei jedoch erheblich zu schnell gefahren sein. Die Polizei konnte zahlreiche Verstöße gegen das Tempolimit dokumentieren. Insgesamt werden Mossadegh sieben Fälle vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitungen zur Last gelegt.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn der bewussten Missachtung von Verkehrsvorschriften mit einem erheblichen Unfallrisiko, wie es in der Anklageschrift heißt. Zu den Vorwürfen gehören:
– Mit einem McLaren P1 in Brittnau wurde eine Geschwindigkeit von 105 km/h statt des erlaubten 50 km/h erreicht.
– Ein Ferrari LaFerrari fuhr in Reiden mit 140 km/h, obwohl nur 60 km/h gestattet waren.
– In Langnau bei Reiden raste derselbe Wagen mit Tempo 150 über die Straße.
– Ebenfalls in Dagmersellen wurde ein Ferrari SF90 Stradale mit einer Geschwindigkeit von 185 km/h gemessen, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren.
Weitere zwei Vorfälle betreffen Geschwindigkeiten, die um 80 km/h zu hoch lagen. Auf der Autobahn wurde Mossadegh zudem mit über 200 km/h geblitzt. Obwohl der Moderator alle Vorwürfe eingeräumt hat, ist er zum zweiten Mal nicht vor Gericht erschienen, was zur Sistierung des Verfahrens führte. Die Gründe für sein Fernbleiben sind bislang unbekannt.
Quellen: Artikel aus der «Luzerner Zeitung» und Medienarchiv von zentralplus.