Christoph Aeschlimann, CEO der teuren Swisscom, äusserte sich besorgt über Rabatte ihrer Konkurrenten. Der Wettbewerb in der Telekombranche wird intensiver, insbesondere bei Infrastrukturen. Derzeit konzentriert sich Aeschlimann jedoch auf die Schweiz, da es Spannungen mit den Rivalen Sunrise und Salt gibt. Trotz Preiserhöhungen durch Swisscom starteten diese aggressive Kampagnen, um Kunden zu gewinnen.
Sunrise wies darauf hin, dass ihre Marketingstrategie unabhängig von der Swisscoms Preisanpassung war. Dennoch bleibt die Situation zwischen den Firmen angespannt, insbesondere bei der Vergabe von Mobilfunkfrequenzen, die 2027 geplant ist. Hierbei fürchten Sunrise und Salt, dass Swisscom übermäßige Frequenzanteile erhalten könnte. Aeschlimann betont jedoch, dass die höhere Anzahl an Kunden eine grössere Kapazität erfordert, was der Grund für mehr Frequenzen sei.
Sunrise argumentiert dagegen, dass ihr Netz knapp an Kapazitäten arbeitet und die Swisscom unnötig viel Spektrum hortet. Salt äusserte sich nicht zu den Aussagen ihrer Konkurrenten. Diese Meinungsverschiedenheiten verdeutlichen die Marktspannungen.
Aeschlimann sieht eine Verschärfung des Wettbewerbs und betont die Notwendigkeit, neue Umsatzquellen zu erschliessen. Er nennt Cybersecurity, Identitätsschutz sowie KI-Tools als vielversprechende Bereiche. Obwohl diese Sparte noch klein ist, wächst sie stark. Aeschlimann hofft, dass Kunden verstehen werden, warum es sinnvoll sein könnte, Daten nicht amerikanischen Unternehmen preiszugeben.
Er prognostiziert, dass jeder in Zukunft einen persönlichen KI-Assistenten haben wird und sieht hierin eine Chance für Swisscom. Das Unternehmen bietet bereits entsprechende Dienste auf lokaler Infrastruktur an, um Datensicherheit zu gewährleisten.