Drei ungarische Unternehmer illustrieren, wie sie durch staatliche Aufträge zu Reichtum kamen. Peter Magyar, der neue Regierungschef, plant die Rückgewinnung dieser Mittel – einige Oligarchen ziehen ins Ausland. Die von Viktor Orbans Regierung finanzierten Kampagnen, darunter solche gegen George Soros und Ursula von der Leyen, wurden nicht von Fidesz, sondern vom Staat bezahlt. Der Medienmogul Gyula Balasy, einer dieser sogenannten Oligarchen, bot kurz vor dem Machtwechsel sein Imperium unentgeltlich an, da er seine Firmen unter den neuen politischen Verhältnissen nicht mehr sehen kann und bereits Konten gesperrt wurden. Laut Corruption Research Center Budapest (CRCB) haben Balasys Unternehmen über 1,3 Milliarden Franken durch öffentliche Aufträge gewonnen, hauptsächlich vergeben von Antal Rogan. Magyar kündigt eine Korruptionsbekämpfung an und erwähnt, dass Oligarchen Millionen in Länder wie die USA und Uruguay transferieren, wobei einige ihre Familien ins Ausland bringen.
Lörinc Meszaros, ein enger Vertrauter Orbans, hat sein Vermögen nach dessen Machtantritt massiv vermehrt. Mit einem geschätzten Vermögen von 4,5 Milliarden Franken ist er der reichste Ungar und besitzt diverse Unternehmen in Schlüsselsektoren. Meszaros steht im Mittelpunkt von Magyars Vorwürfen über massive Geldtransfers ins Ausland.
Istvan Tiborcz, Ehemann von Orbans Tochter, verdankte seinen Erfolg angeblich vorteilhaften Krediten und Behördenunterstützung. Nachdem Unregelmäßigkeiten bei einem Auftrag festgestellt wurden, zog das Paar mit den Kindern in die USA.
Magyar plant ein Amt zur Rückgewinnung unrechtmäßig erworbener Gelder, dessen genaue Ausgestaltung noch offen ist. Er forderte die Justiz auf, rechtsstaatliche Wege zu nutzen, um die Mittel zurückzuholen.