Künftig soll eine reguläre Altersrente (AHV) nur nach einer Beitragsdauer von mindestens drei Jahren statt bisher einem Jahr gewährt werden. Die Sicherheitskommission des Nationalrats (CSSS-N) möchte zudem die Mindestdauer der Beiträge für eine normale Invalidenrente (IV) von den gegenwärtigen drei auf fünf Jahre ausweiten. Mit 13 zu 12 Stimmen und einer Enthaltung wurde dieser Vorschlag dank des entscheidenden Ja-Stimms der Präsidentin Regine Sauter (FDP/ZH) angenommen, wie die Parlamentsdienste heute mitteilen. Thomas de Courten (SVP/BL), Initiator dieses parlamentarischen Vorstosses, begründete seinen Antrag damit, dass ohne diese Maßnahme das Finanzierungsmodell der beiden Sozialversicherungen mittel- und langfristig nicht tragfähig wäre. Nun liegt die Angelegenheit bei der entsprechenden Kommission des Ständerats zur weiteren Behandlung. Die Mehrheit der Nationalratskommission ist sich einig, dass diese Anpassung für eine gerechtere Leistungsgewährung in AHV und IV sorgt und verhindert, dass Renten lebenslang an Personen gezahlt werden, die nur kurze Zeit Beiträge geleistet haben.