In der Schweiz müssen Haushalte zunehmend tiefer in die Tasche greifen, um ihre Motorfahrzeugversicherungen zu bezahlen. Der neu veröffentlichte Comparis-Preisindex zum Thema Wohnen und Mobilität zeigt diese Entwicklung auf.
Die Prämien für Motorfahrzeugversicherungen haben im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg von 7,4 Prozent erlebt, was einen der größten Zuwächse gegenüber anderen Ausgabenkategorien darstellt. Laut Comparis stiegen die Versicherungsprämien allein in den letzten fünf Jahren um etwa 18,9 Prozent.
Ein Hauptgrund für diese Preissteigerungen ist die fortschreitende technologische Entwicklung der Fahrzeuge. Moderne Elektronikkomponenten wie Sensoren, Kameras und LED-Scheinwerfer erhöhen zwar die Sicherheit, doch sie machen Reparaturen aufwendiger und teurer: “Die zunehmende Verwendung von kostspieliger Elektronik in Neuwagen führt zu komplizierteren Reparaturen und teuren Ersatzteilen”, so Dirk Renkert, Finanzexperte bei Comparis.
In den letzten fünf Jahren sind die Preise für Autoteile um 19,1 Prozent gestiegen. Auch Service- und Wartungskosten haben sich erhöht: ein Anstieg von 8,1 Prozent wurde verzeichnet.
Trotz dieser spezifischen Preissteigerungen bleibt die allgemeine Inflation moderat. Im Februar 2026 stiegen die Preise für Wohnen und Mobilität um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, leicht über dem Landesindex von 0,1 Prozent, der den Preisanstieg für Waren und Dienstleistungen misst.
Ein weiterer Kostenfaktor ist die deutliche Preissteigerung bei Wohnraum. Die Mietkosten sind innerhalb eines Jahres um 1,4 Prozent gestiegen, was sie zu einem wesentlichen Budgetposten macht, besonders für einkommensschwache Haushalte: “Die Wohnungsmiete stellt den größten Posten im Budget dar”, erläutert Renkert. Er betont die Dringlichkeit, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.