Das aktualisierte Konzept für den Neubau des Bahnhofplatzes fand im Einwohnerrat von Horw breite Zustimmung. An der jüngsten Sitzung vom Donnerstag erhielt es eine klare Mehrheit. Schwieriger gestaltete sich die Debatte um einen Vorstoß zur sprachlichen Geschlechtergerechtigkeit. Nach Jahren des Provisoriums soll der Bahnhofplatz zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut werden. Die fehlenden Haltestellen für Linienbusse und Einsprachen haben die Umsetzung jedoch verzögert. Zusammen mit den Eigentümern wurde das Projekt nun überarbeitet, wie eine Mitteilung der Gemeinde Horw erklärt. Der Einwohnerrat nahm den Planungsbericht des Gemeinderats zur Kenntnis. Für die Neugestaltung sind laut Bericht 7 Millionen Franken bewilligt worden, die aktuell auf 5,2 Millionen geschätzt werden. Der Bund könnte bis zu 2,27 Millionen beisteuern. Zusätzlich genehmigte der Einwohnerrat Ausgaben in Höhe von 1,79 Millionen Franken für die Trinkwasserversorgung. Geplant ist eine Anbindung an das Netz von Energie Wasser Luzern (EWL) sowie der Bau einer neuen Druckerhöhungsanlage in der Waldegg. Abgelehnt wurde ein Vorstoß zur sprachlichen Gleichstellung: Eine Anpassung der Gemeindeordnung lehnte der Einwohnerrat ab. Auch eine abgemilderte Form, ein Postulat von Eliane Nater (L20), wurde nicht überwiesen. Es war vorgeschlagen worden, Begriffe wie «Einwohnerrat», «Bügerrechtsdelegation» und «Gemeindepräsident/Gemeindepräsidentin» durch «Gemeindeparlament», «Einbürgerungsdelegation» und «Gemeindepräsidium» zu ersetzen. Gegenstimmen gab es hingegen nicht bei einem Postulat zu E-Bikes. Die Gemeinde soll prüfen, wie langsame und schnelle E-Bikes gleiche Rechte auf Velorouten erhalten können. Dazu ist eine Überprüfung der Signalisation notwendig.