Abbas Araghchi, der iranische Außenminister, hat in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf eindringlich vor einem potenziellen Völkermord durch die Vereinigten Staaten und Israel gewarnt. Er zeigte auf die zahlreichen Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen im Iran hin, um seine Botschaft zu unterstreichen.
In einer Videobotschaft an das Gremium erklärte Araghchi: «Die Handlungen und die Sprache der Aggressoren lassen wenig Raum für Zweifel an ihrer klaren Absicht, einen Völkermord durchzuführen.»
Der Menschenrechtsrat beriet über den Vorfall in einer Mädchenschule in Minab im Süden des Iran, bei dem laut iranischen Angaben etwa 170 Schülerinnen, Mitarbeiter und Angehörige ums Leben kamen. Pete Hegseth, der US-Verteidigungsminister, hat eine Untersuchung zu diesem Angriff angekündigt.
Iranische Quellen zufolge wurden seit Beginn des Konflikts mehr als 1.900 Zivilisten getötet und Tausende verletzt, wie der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, berichtete. Er erwähnte auch, dass in allen Provinzen Wohnhäuser, Schulen, Gerichte, Verkehrsnetze und Energieanlagen angegriffen wurden.
Türk äußerte seine «ernste Besorgnis» darüber, ob der Schutz der Zivilbevölkerung gemäß den Vorschriften des humanitären Völkerrechts gewährleistet wird.