Die Parteidelegierten der Mitte haben sich am Samstag in der Chollerhalle in Zug mit deutlicher Mehrheit von 219 zu 10 Stimmen bei neun Enthaltungen für eine Gesetzesänderung ausgesprochen, die den Wechsel vom Militärdienst zum Zivildienst erschweren soll. Dieses Ja zur Vorlage kommt nachdem sowohl der National- als auch der Ständerat zugestimmt haben und nun am 14. Juni ein Referendum abgehalten werden muss, initiiert von den Jungen Grünen und dem Zivildienstverband.
Rekordzahlen bei den Zivildienstleistenden im Jahr 2025 stehen einem erwarteten Rückgang der Armeebestände gegenüber. Um diesem Trend entgegenzuwirken, zielt die Gesetzesrevision darauf ab, die Attraktivität des Zivildienstes zu reduzieren und ihn wieder primär als Alternative für Männer mit tatsächlichen Gewissenskonflikten anzuerkennen. Laut Martin Candinas von der Mitte im Nationalrat bestehen aktuell Gesetzeslücken, die eine faktische Wahlfreiheit ermöglicht haben.
Candinas betonte: «Es geht um unsere Sicherheit». Ziel sei es nicht, die Gewissensprüfung wieder einzuführen, sondern lediglich die Attraktivität des Zivildienstes zu mindern. Auch Bundesrat Martin Pfister sprach sich in seiner Rede vor den Delegierten für eine Zustimmung zur Revision aus und erklärte: «Um verteidigungsfähig zu sein, müssen wir auch die nötigen Bestände haben». Er plädierte dafür, dass Soldaten bis zum Ende ihrer Dienstzeit im Militär verbleiben sollten.