Der Kanton Freiburg hat seine Staatsrechnung des Jahres 2025 mit einem leichten Überschuss von etwa einer halben Million Franken abgeschlossen. Dieser positive Saldo ist hauptsächlich auf gestiegene Steuereinnahmen und zwei besondere Erträge der Nationalbank (SNB) sowie der Freiburger Kantonalbank (FKB) zurückzuführen.
Der Bericht des Staatsrats vom Montag vermeldet einen Ertragsüberschuss vor den Abschlussbuchungen von 107,2 Millionen Franken. Nach den notwendigen Buchungen ergab sich ein positives Ergebnis von rund einer halben Million Franken, während budgetiert war, dass das Plus bei 0,7 Millionen Franken liegen würde.
Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf etwa 4,549 Milliarden Franken und übertrafen damit das Budget um 5,1 Prozent oder 222,7 Millionen Franken. Zu den Gründen für dieses Ergebnis zählen die höheren Steuereinnahmen sowie besondere Erträge wie die Gewinnausschüttung der SNB in Höhe von 76 Millionen Franken und erhöhte Erträge der FKB von 37 Millionen Franken.
Der Gesamtaufwand verzeichnete im Vergleich zum Budget ein Wachstum um 5,2 Prozent oder 222,9 Millionen. Die größte Abweichung entstand bei den Spezialfinanzierungen, wobei eine zusätzliche Rückstellung von 95 Millionen Franken für die Bilanzsanierung des Freiburger Spitals (HFR) den Hauptanteil ausmachte.
Finanzdirektor Jean-Pierre Siggen betonte am Montag die Fortführung der «ambitionierten Investitionspolitik» durch den Staatsrat. Trotz des positiven Abschlusses stuft der Staatsrat die finanzielle Lage jedoch als besorgniserregend ein.
Ohne ein verabschiedetes Budget trat Freiburg ins Jahr 2026, wobei sich die Ausgaben der sieben Direktionen aktuell an einer Verordnung über unerlässliche Ausgaben orientieren.
Ein wesentliches Datum ist der 26. April, an dem das Stimmvolk über das Referendum bezüglich des Gesetzes zur Sanierung der Kantonsfinanzen (SKFG) abstimmt. Nach diesem Entscheid will die Finanzdirektion einen neuen Budgetentwurf für 2026 vorlegen.
Das Kantonsparlament wird voraussichtlich in seiner Juni-Sitzung darüber entscheiden. Laut Siggen bereitet seine Direktion zwei Varianten des Budgets 2026 vor und arbeitet bereits am Haushaltplan für 2027.