Der Stadtrat von Zug hat einen Antrag auf einen Millionenkredit eingereicht, um aus der ehemaligen Kirschwasserschankanlage an der Ägeristrasse 40 ein Museum zur Stadtgeschichte zu machen. Dies wurde am Montag in einer Medienmitteilung bekannt gegeben. Das Gebäude von 1884 soll einer umfassenden Renovierung unterzogen werden.
Das ehemalige “Brockenhüsli” wird mit einem multifunktionalen Saal ausgestattet, der für Vereinsveranstaltungen, Versammlungen und andere Anlässe genutzt werden kann. Zudem ist die Installation einer historischen Schaubrennerei aus dem Jahr 1920 geplant.
Ein besonderes Highlight wird ein Schaulager mit Exponaten zur regionalen Kirschbrennereigeschichte sein, basierend auf privater Sammlung. Es werden rund 200 größere Objekte, zahlreiche kleinere Stücke sowie 13’000 Bilder und Dokumente präsentiert.
Stadtrat Urs Raschle (Mitte) beschrieb in der Mitteilung die baufälligen Zustände des Gebäudes: “Feuchtigkeitsschäden, notwendige energieeffiziente Sanierungen, Brandschutzmaßnahmen und fehlende Infrastrukturen für eine zeitgemäße öffentliche Nutzung”.
Die Stadt plant, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege aufzuwerten. Der neue Ort soll Kulturgeschichte, Vereinsleben und Zuger Tradition verbinden.
Ein Gesamtkredit von 3,5 Millionen Franken wird für die Renovierung beantragt. Etwa eine Million Franken ist für das Schaulager vorgesehen, während rund zweieinhalb Millionen in den Erhalt des historischen Gebäudes fließen sollen.
Zusätzlich beantragt der Stadtrat 400’000 Franken beim Grossen Gemeinderat für die “Zuger Kirschwasser-Gesellschaft”, gegründet von Ueli Kleeb, Caroline Lötscher und Gabriel Galliker-Etter. Der Verein wird das Schaulager betreiben und erwartet jährlich rund 3’900 Besucher.
Verwendete Quellen
Medienmitteilung der Stadt Zug
Medienmitteilung der Zuger Kirschwasser-Gesellschaft