Die Schweizer Nationalmannschaft hat im zweiten Testspiel vor der WM gegen Norwegen eine defensiv stabile Leistung gezeigt, während es offensiv an Ideen mangelte. Das Ziel war klar: nach den vier Gegentoren in Basel die Defensive stärken. Dies gelang dem Team von Nati-Coach Murat Yakin auch gegen das torgefährliche norwegische Team, das in der WM-Qualifikation mit 37 Treffern beeindruckte.
In Oslo zeigte sich auf tiefem Rasen im Ullevaal-Stadion wenig Offensivaktion. Ohne Granit Xhaka, dessen Muskelverletzung ihn schonte, fehlten kreative Impulse in der Offensive. Auch Norwegen hatte ohne Martin Ödegaard, vier Tage nach einer 1:2-Niederlage gegen die Niederlande, Schwierigkeiten.
Die Schweiz agierte erfolgreich mit einem “Alternativ-System” im 3-4-3, wobei Denis Zakaria an der Seite von Manuel Akanji und Nico Elvedi spielte. Diese Formation ermöglichte mehr Ballbesitz und verhinderte die Entfaltung des norwegischen Stars Erling Haaland, der nach 62 Minuten ohne Torerfolg vom Platz ging – ein ungewöhnliches Ereignis für den jungen Stürmer.
Neben Zakaria starteten auch Ardon Jashari, Michel Aebischer und Goalie Yvon Mvogo von Beginn an. Sie zeigten eine solide Leistung gegen den Ball. Offensiv blieb es jedoch mager: Die beste Phase der Schweiz lag kurz vor der Pause mit einem Schuss von Ruben Vargas nach gutem Zusammenspiel über die rechte Seite, doch er traf das Tor nicht.
Coach Yakin nahm in der Halbzeitpause sieben Wechsel vor – eine Entscheidung, die das Spieltempo hemmte. Norwegen erhöhte zwar den Druck, konnte jedoch seinem Status als WM-Geheimfavorit keine Glaubwürdigkeit verleihen. Schiedsrichter Jasper Vergoote beendete das Spiel nach 90 Minuten ohne Nachspielzeit.
Die Schweiz schloss das Jahr 2025 ohne Niederlage ab, wartet jedoch im WM-Jahr noch auf einen Sieg. Der nächste Test steht mit einem Vorbereitungsspiel in St. Gallen gegen Jordanien am 31. Mai bevor, gefolgt von der USA-Reise, wo ein letztes Testspiel geplant ist.
Der Schweizer WM-Auftakt findet am 13. Juni in San Francisco gegen Katar statt.