In Oslo bot Denis Zakaria einen bemerkenswerten Auftritt, als er möglicherweise seinen festen Platz im Schweizer Nationalteam findet. Trotz eines torlosen Unentschiedens gegen Norwegen lobte Trainer Murat Yakin den Mittelfeldspieler aus dem Kanton Waadt.
Das Spiel am Dienstagabend in Oslo wurde von vielen als wichtiger Testlauf für die anstehende WM gesehen, endete jedoch ohne besondere Höhepunkte. Fehlten doch nicht nur Tore und Torchancen, sondern auch die nötige Intensität auf dem schwierigen Rasen, wie der Schweizer Mittelfeldakteur Ardon Jashari nach Spielende berichtete.
Nach einem 3:4 gegen Deutschland am Freitagabend folgte nun das torlose Remis. Für Yakin stand nicht der Sieg im Fokus, sondern vielmehr personelle und taktische Experimente während dieser Testspiele. Seine Mannschaft hatte bereits im Herbst eine solide Qualifikationskampagne abgeschlossen, was dem WM-Aufgebot viel Stabilität verlieh.
Im Vergleich zum Spiel gegen Deutschland setzte Yakin diesmal gleich zu Beginn auf ein Dreierabwehrsystem und testete dabei Zakaria sowie Jashari in neuen Rollen. Während Granit Xhaka und Remo Freuler im Mittelfeld ihre gewohnte Rolle behielten, schaffte es Zakaria, sich in der Abwehr zu etablieren. Gemeinsam mit Manuel Akanji und Nico Elvedi hielt er die norwegische Angriffsreihe um den Star Erling Haaland effektiv in Schach.
Zakarias 48 Ballkontakte und seine Beteiligung an der einzigen nennenswerten Schweizer Torchance durch eine Flanke zeigten seinen Einfluss im Spiel. Murat Yakin lobte ihn für seinen «sehr gelungenen Auftritt».
Aron Jashari übernahm die Zentrumsrolle im Mittelfeld und bewies seine Fähigkeit, das Team auch ohne Xhaka zu leiten. Die Schweizer behielten gegen Norwegen eine konsistente Form und Struktur bei, während die Skandinavier ihre Passivität auf dem Spielfeld beibehielten.
In zwei Monaten wird sich zeigen, welche Spieler Yakin zur WM mitnimmt. Während Zakaria neue Perspektiven erhält, bewies Joël Monteiro gegen Deutschland seine Torgefährlichkeit als Ersatz für Breel Embolo. Jashari unterstrich ebenfalls sein Potenzial im überbesetzten Mittelfeld.
Das Spiel gegen Norwegen zeigte Stabilität, wenngleich Effizienz fehlte – beides wird jedoch an der WM entscheidend sein. Mit Katar und Kanada als Gruppengegner sowie Bosnien-Herzegowina statt Italien steht nur ein Ziel im Fokus: Der Gruppensieg.
«Wir sind bereit», betonte Manuel Akanji mit Blick auf die WM, doch erst der Sommer wird zeigen, ob diese Bereitschaft ausreicht.