Trotz vier Weltmeistertiteln scheiterte Italien zum dritten Mal in Folge an der WM-Qualifikation. In den Playoffs verlor das Team gegen Bosnien-Herzegowina nach einem Penaltyschiessen, wodurch die Schweiz nun im selben Turnier-Gruppe landet. (sda) Der italienische Fussball durchlebt schwere Zeiten: Nach 2014 wird Italien erst wieder ab 2026 an der Weltmeisterschaft teilnehmen können. Die Enttäuschung über das Ausscheiden in Bosnien-Herzegowina ist groß, da die Squadra Azzurra erneut im Playoff-Spiel nicht erfolgreich war.
Bis zur Halbzeit sah es noch vielversprechend aus für Italien: Moise Kean erzielte bereits in der 15. Minute das Führungstor. Doch kurz vor dem Pausenpfiff kassierte Alessandro Bastoni nach einer Notbremse die Rote Karte, was die Aufgabe für sein Team erschwerte. Gianluigi Donnarumma konnte seine Mannschaft bis zur 79. Minute im Spiel halten, bevor der Bosnier Tabakovic das Ausgleichstor schoss.
Im Penaltyschiessen zeigten sich dann die Nerven der Italiener: Nachdem Sandro Tonali getroffen hatte, scheiterten Francesco Esposito und Bryan Cristante. Für Bosnien-Herzegowina endet das Abenteuer mit einem Sieg über Italien und einem Platz in der Schweizer Gruppe bei der WM, die am 18. Juni in Los Angeles beginnt.
Parallel sicherte sich Tschechien im Penaltyschiessen gegen Dänemark ebenfalls den Einzug in die WM, wobei sie nach Verlängerung auf 2:2 kamen und durch Ladislav Krejci in Führung gingen. Die tschechische Mannschaft trifft auf Mexiko, Südkorea und Südafrika.
Schweden bezwang Polen mit einem späten Tor von Viktor Gyökeres in Solna. In der WM-Vorrunde spielt Schweden gegen die Niederlande, Japan und Tunesien. Die Türkei setzte ihre Favoritenrolle mit einem 1:0-Sieg über Kosovo um dank Kerem Aktürkoglu.
Die Demokratische Republik Kongo qualifizierte sich erstmals seit 1974 wieder für eine WM nach einem 1:0-Sieg gegen Jamaika und trifft in Gruppe K auf Portugal, Usbekistan und Kolumbien. Der Irak erreichte das Turnier nach einem spannenden 2:1-Erfolg über Bolivien im WM-Stadion von Monterrey und wird in Gruppe I auf Norwegen, Frankreich und den Senegal treffen.
Alle 48 Nationen sind nun für die kommende Weltmeisterschaft qualifiziert. Italien muss sich damit vorerst ohne eine Teilnahme abfinden.