Die Gemeinde Emmen hat das vergangene Jahr mit einem Gewinn von vier Millionen Franken abgeschlossen. Dies markiert bereits den sechsten aufeinanderfolgenden Jahresgewinn. Trotz dieser positiven Entwicklung mahnt der Gemeinderat zur Vorsicht.
Mit 6,4 Millionen Franken höheren Steuereinnahmen als erwartet sowie einer strengen Ausgabenpolitik konnte die angenommene negative Bilanz von 1,2 Millionen Franken vermieden werden. Die Agglomerationsgemeinde nördlich von Luzern schreibt somit erneut schwarze Zahlen.
“Ein erfreuliches Ergebnis, das unsere finanzielle Stabilität unterstreicht”, kommentiert Gemeinderat Beat Niederberger, der interimistisch als Finanzdirektor fungiert. Doch die Freude ist getrübt: Die Ausgaben steigen weiterhin an, während Einnahmen nicht entsprechend mitwachsen.
Im Jahr 2025 verursachten Sozial- und Bildungsmaßnahmen Mehrkosten von etwa 4,3 Millionen Franken, hauptsächlich aufgrund gesetzlicher Vorgaben wie in der Sozialhilfe oder Pflegefinanzierung. Die Gesamtausgaben stiegen um rund 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Einnahmen – ohne Sondereffekte – weniger stark zulegten.
Ein Teil der Mehreinnahmen ist laut Gemeinde auf schwankungsanfällige Erträge wie Grundstückgewinsteuern oder Quellensteuern zurückzuführen, während die reguläre Einkommenssteuer unter den Voranschätzungen lag. “Die finanzielle Lage bleibt angespannt trotz des positiven Jahresergebnisses”, so Beat Niederberger weiter.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Gemeinde Emmen