US-Präsident Donald Trump erweckte zunächst Hoffnungen auf eine Waffenruhe, doch seine Rede blieb ohne klaren Friedensplan. Die Folge war ein Rückgang der Aktienkurse in asiatischen Schlüsselmärkten und eine Aufwertung des US-Dollars.
Trump sprach über den Iran-Konflikt und konnte die Anleger in Asien nicht beruhigen. Vor seiner Ansprache zeigten Börsen in Japan und Südkorea, die bereits handelten, leichte Gewinne, da Trump eine Waffenruhe erwähnt hatte. Doch je länger er sprach, desto stärker fielen die Kurse.
Der japanische Leitindex Nikkei-225 verlor 1,7 Prozent kurz nach der Rede und bis zur Mittagspause sogar 1,9 Prozent auf 52.731 Punkte. In Südkorea sank der Kospi um 3,7 Prozent auf 5.278 Punkte. Auch andere asiatische Märkte gaben nach: Der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor ein Prozent, Singapurs Straits-Times-Index 0,6 Prozent und der Shanghai Composite Index 0,4 Prozent.
Investoren reagierten enttäuscht, da Trump trotz seiner Aussage, «strategische Ziele stehen kurz vor dem Abschluss», keine konkreten Friedensschritte ankündigte. Er kündigte an, Verhandlungen fortzusetzen, warnte jedoch vor einer Eskalation und drohte mit massiven Vergeltungsschlägen in den nächsten zwei bis drei Wochen.
Marktbewegungen in Japan zeigten allerdings eine moderate Stimmungsverschlechterung. Einige Autoaktien, insbesondere aus der Automobilindustrie, konnten sich von der allgemeinen Tendenz absetzen.
Zu den Gewinnern gehörte das erst kürzlich gegründete LKW-Unternehmen Archion mit einem Aktienanstieg von über drei Prozent. Toyotas Aktien legten um 0,7 Prozent zu und Nissans um 0,4 Prozent. Honda und Suzuki verloren stärker als der Durchschnitt. Auch private Bahnlinien sowie Logistik- und Getränkeunternehmen wie Asahi, Sapporo und Suntory zeigten Gewinne.
Mitsubishi Heavy Industries gewann fast drei Prozent, profitierte von möglichen Rüstungsaufträgen und der Freude über den erfolgreichen Nasa-Mondflug.
Am Devisenmarkt fiel der Yen-Kurs auf 159,23 zum Dollar, ein Verlust von nur 0,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Japanische Staatsanleihen waren gefragter und die Rendite zehnjähriger Anleihen stieg um 0,04 Prozentpunkte auf 2,34 Prozent.
Ölpreise näherten sich einander an: Der Preis in New York kletterte auf 104,36 Dollar pro Fass, während der Dubai-Benchmark um 4,8 Prozent auf 103,80 Dollar fiel. Zuvor wurde dort Öl noch mit bis zu 170 Dollar gehandelt.