Im März erhielten einige Schweizer Nutzer eine Aufforderung von Instagram, Werbung zu akzeptieren. Auch die Redaktion der Nau.ch berichtete über ähnliche Erfahrungen.
Meta könnte mit diesem Schritt seine Plattformen selbst schädigen, da die störenden Werbepausen an langsamen Webseiten erinnern. Diese werden oft ignoriert oder schnell abgeblendet, besonders wenn der Besuch nicht unbedingt notwendig ist.
Instagram und Facebook könnten dadurch im Trend des Digital Detox an Attraktivität verlieren. Bekannt wurde, dass Meta in Europa ab Januar 2026 das neue Modell schrittweise einführen wird.
Lange bestehende Instagram-Nutzer sind mit dem Werbezwang unzufrieden. Ein US-Gericht hat jüngst Meta wegen der Suchtgefahr seiner Plattformen verurteilt, und Jean-Claude Frick von Comparis erklärt, dass Meta den Schritt in einer kritischen Phase einleitet.
“Meta wird einige Nutzer dadurch vertreiben”, sagt Frick gegenüber Nau.ch. Kritische Nutzer fragen sich nun verstärkt über die Notwendigkeit der App nach. Dennoch erwartet Frick nicht, dass Instagram und Facebook wegen dieser neuen Regeln massenhaft verlassen werden. Meta ist seiner dominanten Position bewusst.
“Viele Nutzer, darunter Influencer, haben ihr Business auf diesen Plattformen etabliert”, erklärt Frick. Gegenwärtig existieren keine Alternativen, die ähnliche Bedürfnisse abdecken.